Sonntag, März 22, 2009

Spontaner Ofeneinbau auf der Holvassgamma

Die wieder schlechte Wettervorhersage fürs Wochenende lies uns bis Freitag ganz planlos da stehen. Wir wollten dann halt auf irgendeine Hütte die noch frei ist. Freitag mittag ergaben sich dann aber ganz andere Pläne. Eine aus der Koiegruppe fragte mich, ob wir nicht Lust hätten mit auf die Holvassgamma zu kommen und den Ofen ein zu bauen. Die Holvassgamma ist seit Herbst geschlossen, weil ein neuer Ofen eingebaut werden muss. Und so wurde unserer "Planlosigkeit" ganz schnell Abhilfe verschafft.

Noch am Freitag wurde der Hänger abgeholt und am Samstag wurde dieser mit Ofenrohrteilen, Werkzeug, zwei Pulkas und Ski beladen und dann ging es zu viert nach Fosen. Es erforderte etwas Geschick alles auf den Pulkas zu verstauen. Die eine Pulka sah zum Schluss aus wie ein Dampfer. Und schwer waren sie auch ordentlich, aber zum Glück kann man unsere Pulka ja zu zweit ziehen. Das ganze wurde von schlechten Schneebedingungen erschwert. Freitag hatte es ordentlich geregnet. Dies führte dazu, dass die Flüsse auf dem Schnee lang flossen und etwas schwer passierbar waren. Dem Wasserfall hat der Regen aber gut getan und er war zu stattlicher Größe angeschwollen:



Bei diesem Fluss war zum Glück eine Brücke da! Aber bei dem nächsten mussten wir erst einmal eine halbe Stunde lang nach einem Weg rüber suchen. Ganz trocken ging es aber nicht.

Samstag waren wir erst abends an der Hütte, und die restliche Zeit verbrachten wir mit Essen zubereiten. Dies war etwas komplizierter als sonst: wir hatten das Parafin für den Kocher vergessen und einen funktionierenden Ofen gab es ja nicht :-( Also haben wir den Ofen vor die Hütte gestellt, um ihn ohne Esse verwenden zu können. Dies funktionierte ganz gut und wir mussten nicht hungern. Es gab sogar richtig lecker Rentiergeschnetzeltes mit Champignons und Reis.

Sonntag morgen ging die eigentliche Arbeit los, alte Ofenrohrkonstruktion abreißen und neue einbauen.


Das Mittagessen wurde schon auf dem neuen Ofen zubereitet!


Der Rückweg war einfacher, es hatte geschneit und war auch Frost gewesen. Die Flüsse waren nun einfacher zu überqueren.

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