Samstag, Mai 24, 2008

Kanutour auf dem Store Dragssjøen

Und wieder mal haben wir uns mit dem Kanu auf Tour begeben....

Der Sonnabend war zunächst ziemlich hektisch. Der große Wochen- einkaufen und eine ganze Menge kleinerer Besorgungen waren zu erledigen. Kurz nach Mittag war es dann endlich soweit. Wir habe das Kanu aufs Auto geladen und sind zum Store Dragstsjøen gefahren. Der liegt ca. 45 Autominuten SÖ von Trondheim.

Bei schönstem Wetter haben wir noch 2 Stunden gepaddelt und uns anschließend ein gemütliches Plätzchen für's Camping gesucht. Ein kleines Feuer war schnell gemacht und das Abendbrot konnte zubereitet werden. Ein paar andere Paddler hatten einen für sie viel zu großen Hecht gefangen - da haben sie uns kurzerhand ein leckeres Filetstück abgegeben. Mit unserer neuen "Outdoor-Pfanne" haben wir den Fisch dann auf dem offenen Feuer gebraten - Einfach super!

Da es hier nun nicht mehr so richtig dunkel wird, waren wir noch lange wach und haben das Naturschauspiel genossen: Jede Menge Vögel und anderes Getier ...

Am nächsten Morgen haben haben wir nach einem gemütlichen Frühstück unser kleines Camp wieder abgebaut und ins Kanu verladen.

Den Sonntag haben wir dann auch ganz ruhig angegangen und den nördlichen Teil des Store Dragstsjøen erkundet. Unter anderem haben wir mal bei der Heinjordstua vorbeigeschaut, eine der beiden Uni-Hütten, die in unserer Liste noch fehlt. Bei dieser ist allerdings vor kurzem die Sauna abgebrannt und die ganzen Reste liegen noch davor.



Bei schönsten Wetter haben wir noch eine sehr ausgiebige Mittagspause eingelegt. Wir mussten noch die restlichen Nahrungsmittel vertilgen. In der Sonne war es allerdings schon fast zu warm und einen leichten Sonnenbrand haben wir uns auch geholt.

Auf dem Rückweg haben wir noch einmal kurz bei den Pferden vorbei geschaut. Die stehen jetzt auf einer schönen großen Sommerweide mit massig Gras zum Kugelrund werden. Die Sonne habe ich mal ausgenutzt ein paar hübsche Bilder auf der Koppel zu machen.


Vinni schien allerdings recht gelangweilt von unserem Besuch.


Abends hatten wir ein paar Leute zum Käsefondue eingeladen. Wurde ein lustiger, allerdings langer Abend und am nächsten Morgen viel uns das aufstehen ganz schön schwer, zumal draußen statt des angekündigten Sonnenscheines Nieselregen war. Aber was solls auf Arbeit stört das ja nicht wirklich.

Sonntag, Mai 18, 2008

Sonntagstour auf Fosen

Wie gesagt, ging es Samstag abend nach Fosen, wo Ingjerd und Halvor uns eingeladen hatten. Samstag abend gab es das traditionelle norwegische Middag: Spekemat og Rømmegrøt. Übersetzt heißt das diverser Aufschnitt und sowas ähnliches wie Grießbrei. Hm, naja nicht ganz so das Festmahl, wie wir es aus Deutschland kennen. Der Abend war ganz nett und gutes Training für unser Norwegisch.

Am Sonntag ging es zusammen mit Ingjerds Eltern auf Tour. Es wurde eine schöne aber recht lange Wanderung mit herrlicher Aussicht und leckerem Essen! Die Berge sind auch so nah am Meer noch recht schroff und die Gegend hat uns sehr gut gefallen.





Auf dem Rückweg wurde ein ausgiebiges Picknick eingelegt, natürlich mit Feuerchen.






Und der Martin hat während der Wanderung eine neue Freundin gefunden! Irgend jemand musst ja die restlichen Würste essen ;-)

Samstag, Mai 17, 2008

17. Mai - Nationalfeiertag

Nationalfeiertag in Norwegen ist immer wieder ein Erlebnis. Früh am Morgen werden überall die Fahnen raus gehangen und alle strömen in Bunad oder Anzug in die Stadt zum Umzug. Wir wollten früh aber erst einmal reiten gehen und huschten so besonders schnell mit unseren ollen Reitsachen ins Auto. Da kommt man sich echt komisch vor, wenn alle so rausgeputzt sind.

Das Wetter war hervorragend und wir machten einen schönen abenteuerlichen Ausritt. Wollten mal wieder ein paar neue Wege ausprobieren und endeten ganz schön im Dickicht.

Abends waren wir in Fosen mit ein paar Freunden verabredet. Fosen liegt auf der anderen Seite am Fjord Richtung Meer. Zuvor wollten wir aber noch einmal kurz in die Stadt schauen, um das bunte treiben zu bewundern.

Der Leiv Eirikssons vei, unsere Straße war gut bestückt mit Fahnen. An unserem Haus (unten, das graue in der Mitte) sah es allerdings etwas rar aus mit Fahnen.

Im Stadtzentrum war ordentlich was los. Sicher 80% der Menschen in Bunad (die norwegische Tracht) und der Rest zumindest anderweitig ordentlich rausgeputzt.


Die Hauptumzüge waren schon vorbei. Nur der Umzug der Abiturienten fand noch statt.

Donnerstag, Mai 15, 2008

Eine Seefahrt die ist lustig - eine Kanotour auf dem Meer

Erst waren wir uns ja etwas unsicher, ob man sich mit einem Kanu aufs Meer trauen kann. Nach kurzem Zögern haben wir dann aber doch die Sachen gepackt und sind mit drei Arbeitskollegen vom Martin in Richtung Küste aufgebrochen. Die Route stand schnell fest. Wir wollten eine Halbinsel bei Hitra umrunden. Der grösste Teil der Strecke war durch schmale Fjorde und Inseln vom Meer getrennt.


Bei herrlichem Wetter haben wir die Boote zu Wasser gelassen und beladen.


Wir haben unser Kanu vorsichtshalber mit einer Spritzdecke versehen, damit es nicht gleich bei der ersten Welle vollläuft ;-).


Nach einem eher gemütlichen Paddeltag haben wir ein wunderschönes Plätzchen zum übernachten gefunden. Der kleine Felsvorsprung war nur vom Wasser aus zu erreichen und war zum Land hin durch Felsen abgetrennt.



Nachdem das Zelt aufgebaut war, hieß es "Essen beschaffen"- also angeln gehen! Martin hatte schon nach kurzer Zeit zwei Seelachse an der Angel und kurz danach noch eine richtig schöne Meerforelle (der Grosse unten im Foto).




Die gefangenen Fische wurden anschließend am Lagerfeuer gegrillt und gaben zusammen mit den Folienkartoffeln ein super-leckeres Abendbrot .


Zum Nachtisch gab es dann noch Marshmallows ...


Der nächste Morgen (Pfingstsonntag) war dann eher ernüchternd: starker Wind und hohe Wellen. Keine guten Voraussetzungen um Kanu zu fahren - besonders wenn das Wasser nur 4-5 Grad warm ist. Also haben wir uns entschieden abzuwarten und einen Ruhetag einzulegen.


Wir haben uns die Zeit mit lesen und einer kleinen Bergtour vertrieben. Der Felsen hinter unserem Zeltplatz sah einfach zu verlockend aus und gab auch bei Regen ein gutes Ziel ab.


Von oben hatte man einen guten Blick auf unser kleines Camp und die vorgelagerten Inseln.


Der Pfingstmontagmorgen sah gleich wieder viel besser aus. Schon beim Aufwachen stellten wir fest, dass der Wind nachgelassen hatte und nach einem kurzen Blick aus dem Zelt war auch die Sorge der hohen Wellen zerstreut. Wir sind zeitig aufgestanden, haben das Lager abgebaut und sind alsbald losgepaddelt. Da wir am Vortag nicht weiter gekommen sind, war die zu bewältigende Distanz recht groß (17 km).


Kurz nach dem Losfahren hatten wir gleich eine spannende Begegnung mit drei Schweinswalen, die nur 5m entfernt von unserem Kanu auftauchten. Ist wirklich beeindruckend diese Tiere aus so kurzer Distanz und dann noch in einem kleinen Kanu zu beobachten - der Foto war leider zu tief im wasserdichten Packsack vergraben :-(


Im laufe des Vormittags frischte der Wind leider wieder auf und es fing auch an zu Regnen. Der Åsfjord, auf dem wir nun unterwegs waren, ist ein recht breiter Fjord, was teilweise recht frustrierend sein kann. Man hat das Gefühl überhaupt nicht voran zu kommen, da sich die Landschaft um einen herum nur sehr langsam ändert.



Nach anstrengenden 5 Stunden paddeln mit nur einer kurzen Pause sind wir recht ausgelaugt aber glücklich wieder am Ausgangspunkt angekommen.

Für die nächste Tour haben wir uns einen Binnensee vorgenommen, da kann man mit etwas weniger Wind und Wellen und wärmeres Wasser hoffen ;-)

Dienstag, Mai 06, 2008

Erstes Mal Angeln dieses Jahr

Um der Karola das volle Norwegen-Programm zu bieten, fehlte natürlich noch ein Angelausflug. Ihr letzter Abend war somit die letzte Chance. Wir fuhren an unsere übliche Angelstelle und waren sehr Erfolgreich!

Nach kleinen Fehlversuchen hatte der Martin recht schnell einen stattlichen Dorsch an der Angel. Das Abendbrot war somit gesichert.


So schnell wollten wir natürlich nicht aufhören und versuchten es noch weiter. Karola hatte noch einen kleinen Fisch an der Angel, dem wir allerdings wieder die Freiheit schenkten. Zu guter letzt fing Martina noch einen sehr großen Dorsch, unser größter Fisch bisher, den wir an der Angel hatten. War gar nicht einfach diesen Brocken an Land zu bekommen, einen Käscher hatten wir nämlich nicht dabei und unsere Angel ist nicht für so große gemacht.



Unser Fang des Tages. Der kleinere reicht für ein Abendbrot zu dritt und den großen haben wir filetiert und eingefroren und er ergibt mindestens noch einmal zwei Mahlzeiten. Hmmm!

Montag, Mai 05, 2008

Grillen am Fjord, Korsvika

Den schönen Tag wollten wir mit Grillen am Fjord abschließen und hatten auch noch einen Schulfreund von der Karola, der auch gerade in Trondheim ist, eingeladen. Leider hielt das Wetter nicht mehr so lange durch und pünktlich mit unserer Ankunft am Fjord kamen die ersten Regentropfen. Davon ließen wir uns aber nicht abschrecken und hielten durch! Es wurde zum Glück nicht viel Regen, aber so richtig gemütlich war es trotzdem nicht. Obwohl es auf den Fotos gar nicht so ungemütlich aussieht.