Mittwoch, Dezember 10, 2008

Wie war das noch mal mit Globaler Erwärmung?

In Røros waren es letzte Nacht -31°C, Rekord für dieses Jahr. Und wir waren heute bei -18°C am Jonsvatnet reiten. Da muss man dann schon aufpassen, das man nicht am Sattel fest friert. Eigentlich wäre es sicher angenehmer ohne Sattel zu reiten (dann wird zumindest der Hintern warm ;-), nur dann können wir die ganze Leuchtreklame (um auch im dunkeln von den Autos gesehen zu werden) nicht mehr am Sattel fest machen. Gut, also saßen wir wie Michelin-Männchen auf dem Pferd, dicke Skihose, Fleecehose drunter, 3 Lagen diverse Pullover und noch eine dicke Jacke, sowie Mütze, Handschuhe und Gesichtsmaske ... ach und warme Schuhe haben wir uns auch neue kaufen müssen. Die gehen angeblich bis -30°C, mal sehen, das müssen wir hoffentlich nicht austesten. Und das soll noch Spaß machen? ... werd ihr da sicher fragen. Doch es war sehr schön, ein ganz sternenklarer Abend mit ganz hellem Mond und viel Schnee.

Sonntag, Dezember 07, 2008

Wintersonntag

Am Sonntag gingen wir dann getrennte Wege, Martin war mit Skiern auf dem Jervfjellet und Martina reiten. Beide bei herrlichem Wetter.

Morgens der Blick vom Balkon.

Foldig beim Sonnenbaden.

Und Vinni genießt die Sonne auch.

Blick vom Jervfjellet.


Samstag, Dezember 06, 2008

Winter in Trondheim

So, es ist wieder einmal ein Weilchen her, seit es die letzten Neuigkeiten hier gab. Grund Nummer 1 ist, dass wir zwei Wochen im Urlaub waren. Wieder einmal in Spanien. Wir sind nach Malaga geflogen und von dort mit einem Mietauto über die Algarve nach Lugo zur Karola gefahren. Sonne gab es jeden Tag und wir konnten so etwas auftanken für die dunklen Wochen hier. Bilder folgen noch auf unserem Urlaubsblog, aber das könnte noch etwas dauern.

Zurück in Trondheim begrüßte uns der Winter! Das verbleibende letzte Wochenende nutzten wir gleich, um es uns in der Wohnung etwas weihnachtlich zu machen.

Auf unserem Balkon leuchtet der Herrenhuter Weihnachtsstern ... hier in Trondheim wohl der einzigste ;-) Aber leuchten tut es trotzdem überall.

In der Woche kamen dann zwei Päckchen aus Deutschland ... hier das erste von meinen Eltern mit einem Stollen und anderen Leckereien. Von der Oma kam dann noch ein Päckchen mit Lebkuchen.

Freitag abend veranstalteten wir einen kleinen Tapas-Abend mit den Schleckereien, die wir aus Spanien mitgebracht hatten. Dabei waren ein paar Arbeitskollegen von Martina.

Und am Samstag wurde unser neuer Schlitten eingeweiht!




Hier hatte allerdings Foldigs Motivation schon etwas nachgelassen und er war nicht mehr dazu zu bewegen etwas schneller zu machen ;-) Es war sehr kalt (-10°C) und er sah nach der Tour recht frostig aus.


Der Jonsvatnet am Nachmittag. Den ganzen Tag lag ein Nebelschleier über der Landschaft und die Sonne hat es nicht richtig geschafft diesen zu vertreiben. Dies gab aber sehr schöne Lichststimmungen.

Montag, November 10, 2008

Veddugnad auf der Rindalsløa

Dieses Wochenende stand wieder im Zeichen der Arbeit für eine der Unihütten, und zwar der Rindalsløa. Nachdem Martin die gesamte Woche krank war, und ich auch ganz schön angeschlagen, zogen wir erst am Samstag früh los und wollten alles etwas gemütlicher angehen lassen. Zusammen mit zwei Arbeitskollegen von Martin, Edwin und Morgan, wappneten wir uns mal wieder mit der Motorsäge. Die Ankunft war sehr deprimierend. In der Hütte lagen sage und schreibe ~10 Holzscheite, die evt zum heizen geeignet gewesen wären, wenn sie nicht so total nass gewesen wären. Ansonsten war gar nichts gesägt oder gehackt, trotz das massig Stämme direkt vor der Hütte standen. Nagut, der Sägebock war kaput, aber das ist eigentlich nicht wirklich eine Ausrede. Die letzten Leute haben laut Koiebok mit dem Primus geheizt ... demzu Folge war auch dieser und die Parafinlampen alles komplett leer. Wir waren so extrem froh nicht Freitag abend im dunkeln gekommen zu sein!
Gut, also starteten wir den Samstag mit toten Bäumen fällen, um etwas trockenes Holz zu beschaffen.

Diese wurden dann zersägt und später zerhackt. Bis stapelweise kleines Holz da war, und die Hütte, sowie der Holzlagerraum voll waren.


Dies war genügend Arbeit für beide Tage. Also blieb uns nur der Blick von der Hütte. Die Lichtstimmungen waren aber auch von der Hütte aus schön.

Abendstimmung ...

... und Morgendstimmung. Am Sonntag nachmittag sind wir dann recht müde und kaputt nach Hause gekommen.

Montag, Oktober 27, 2008

Mit Martins Vati auf der Hognabu

So und nun war noch Martins Vati zu Besuch. Mit ihm sind wir gleich vom Flughafen ins Sylane gefahren. Samstag abend ging es so nun gleich noch auf die Hognabu. Das letzte Stück im Dunkeln und mit heran nahendem Sturm. Aber wir hatten Glück, als wir die Hüttentür hinter uns schlossen, ging der Sturm so richtig los.

Sonntag früh weckte uns herrliches Wetter und wir starteten Richtung Ruten.

Blick früh morgens aus dem Fenster.

Blick vom Ruten (1179m) Richtung Fongen (1441m).


Nach der Tour musste noch gearbeitet werden. Wir hatten eine Motorsäge mitgenommen, um die vom lokalen Bauern angelieferten Baumstämme zu zerkleinern und in der Hütte zu lagern. Der Stapel Holz war allerdings wesentlich größer als erwartet und nur ein recht kleiner Teil des Holzes passte auch in die Hütte. Den ganzen Nachmittag wurde fleißig gesägt und gestapelt. Bis die Hütte voll mit Holzstückchen fertig zum hacken war.


Anschließend ließen wir den Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklingen. Lange hielten wir es dort aber nicht aus, schnell wurde es zu kalt und wir verkrochen uns in die schön warme Hütte.

Den nächsten Tag stapelten wir die restlichen Bäumstämme, so dass sie besser trocknen konnten. Zuvor lagen sie einfach nur im Moor. War ganz schön anstrengend die ganzen schweren Stämme umzulagern. Nach einem gemütlichen Mittagessen in der Hütte, machten wir uns auf den Rückweg.

Hier das Ergebnis unserer Arbeit: ein riesen Stapel Holz und der gesamte Vorraum der Hütte war auch voll. Das dürfte eine Weile reichen.

Und noch mal ein Blick zurück auf die Hütte mit dem Ruten im Hintergrund. Die Hütte ist wirklich wunderschön gelegen und ist unsere absolute Lieblingshütte!

Auf dem Rückweg sind wir, wie die letzten Tage schon oft, noch ein paar Rentieren begegnet. Diese wurden gerade mit Hilfe eines Helikopters und eines Cross-Motorrads aus den Bergen getrieben.

Martins Vati blieb noch ein paar Tage länger auf der Hütte. Mittwoch abend kam er zu uns nach Trondheim und unternahm noch ein paar Touren von hier aus.

Sonntag, Oktober 19, 2008

Mit Martinas Eltern auf Hüttentour

Bei uns ist mal wieder ein großer Besucheransturm ausgebrochen. Als erstes Martinas Eltern. Diese sind mit vollem Auto gekommen, um endlich mal ein Zimmer in ihrer Wohnung leer zu bekommen. Die Woche verbrachten sie in Trondheim und Umgebung mit Tagestouren und am Wochenende stand die obligatorische Hüttentour für Besucher auf dem Plan. Es ging diesmal zur Telin, am Rande von Trollheimen gelegen.

Ein paar Bilder vom Hüttenleben:


Samstag und Sonntag standen Wanderungen auf dem Plan. Müssen nun endlich einmal wieder unsere Beinmuskeln trainieren, nachdem wir den Sommer über nur im Kanu gesessen haben. Das Wetter machte eigentlich ganz gut mit, nur am Samstag die Wanderung endete im Schneesturm.



Wo soll's nun eigentlich hingehen?

Und ab 1000 Höhenmetern war es dann auch schon recht winterlich. Genau dort wurden wir noch vom Schneesturm empfangen.



Kletterkünste üben ... naja, die Übung hat nachgelassen ...

Untrwegs begegneten wir einer Rentierherden. Die Herde war noch größer, hier waren nur ein paar einzelne Tiere auf Erkundungstour wahrscheinlich.


Auf dem Gipfel hat es uns fast weggeblasen. Also nur schnell ein Foto und wieder runter.

Morgen früh kommt dann Martins Vati und mit dem geht es gleich auf die nächste Hüttentour.

Sonntag, Oktober 12, 2008

Die letzte Kanutour dieses Jahr?

Nach etwas Verspätung kommen nun doch einmal wieder Neuigkeiten von uns. An einem freien sonnigen Samstag mussten wir noch einmal eine Kanutour machen, bevor wir dieses in den Winterschlaf schicken. Wir sind mal nach Schweden gefahren und haben eine sehr schönen See gefunden, den Ånnsee. An dem See liegen mehrere Vogelreservate und wir konnten auch um diese Jahreszeit etliche Vögel sehen. Müssen wir unbedingt noch einmal zur Brutzeit her. Der Vormittag war absolut windstill und wir hatten einen spiegelglatten See.



Ausgesetzt! Der nächste der dort vorbei kommt, kann den Martin ja mal wieder mitnehmen. Bis dahin gibt's Fisch ;-)



Die Feuersaison hat wieder begonnen. Jetzt gibt es wieder gemütliche Päuschen am Lagerfeuer.

Nach dem Mittag zog dann ein ordentlicher Wind auf. Den nutzten wir gleich mal aus! Mit Martins provisorischem Segel und der richtigen Stellung im Wind, ging es richtig fix nach Hause ohne einen Paddelschlag (nur zum lenken).