Mittwoch, Januar 30, 2008

Reiten - erste Fotos

Zum Glück hat der Martin ja jetzt ein tolles Handy mit Digitalkamera...

Somit gibt es jetzt endlich mal ein paar Fotos von den Pferdchen. Die Tini sitzt auf der Vinni (ein Anglo-Araber) und der Isländer der den Martin durch die Landschaft trägt heißt Foldig.



Wir haben heute zeitig auf Arbeit Schluss gemacht und sind noch vor dem Dunkel werden aufs Pferdchen gestiegen. War ein schöner Ausritt im Schnee.

Samstag, Januar 26, 2008

Tini mal wieder alleine in Trondheim

Dieses Wochenende hatte ich mal wieder sturmfrei. Der Martin ist bis Montag abend in Dresden beim Geburtstag seiner Oma. Das heißt das ich dieses Wochenende einmal nicht Skifahren muss und es demzufolge mal keine Skifahrbilder gibt. Dafür gibt es gar keine ;-)

Ich habe nun endlich eine Möglichkeit zum Reiten gefunden, und das nutze ich gleich einmal beide Tage. Und zwar sind es auch gleich zwei Pferde, eine Araberstute (Vinni) und einen Isländer (Foldig), so dass der Martin auch immer mal mitkommen kann. Die Pferde selber sind etwas gewöhnungsbedürftig. Der Isländer ist kugelrund und ich hätte ihn bei der Fülle glaube gar ni als Isländer erkannt. Dafür ist er aber ni so faul, wie seine Dicke vermuten lassen würde. Der Araber ist extrem hibbelig und feinfühlig auf die Schenkel, im Maul dagegen total stumpf. Mal sehen, ich denke wir werden uns da dran schon gewöhnen. Von der Art ist es so, wie ich es mir vorgestellt habe, recht viele Freiheiten und herrlich gelegen, am Jonsvatnet mitten in wunderschöner Reitgegend. Zumindest hoffe ich das. Jetzt im Winter sieht es mit Reitmöglichkeiten nämlich eher etwas kompliziert aus. Sämtliche Wege sind zu Loipen präpariert und versperren einem ständig den Weg und drüber reiten geht natürlich nicht, ohne sich völlig unbeliebt zu machen. Aber die Straßen sind auch nicht schlecht zum Reiten, wie ich heute festgestellt habe ... komplett schneebedeckt und nur recht selten Autos. Eigentlich wollte ich heute ein paar Fotos von den Pferdchen machen, aber ich hatte mal wieder meine alte kleine Digitalkamera rausgesucht, dachte das ist praktischer zum reiten ... nur leider wollte sie dann nicht funktionieren :-( Also kommen die Bilder ein andermal!

Montag, Januar 21, 2008

Wochenende zu Hause

Dieses Wochenende ging es mal nicht auf Tour! Wir mussten mal etwas zu Hause rummuddeln. Samstag war gruseliges Wetter, Regen und Wind den ganzen Tag ... brrrr. Wir waren in der Stadt Sachen für den Martin kaufen, haben die Wohnung sauber gemacht und die Ente für den Sonntagsschmaus gebraten.


Am Sonntag früh haben wir ausgeschlafen, da der Wetterbericht keine Besserung angesagt hatte. Als wir dann aber mal aus dem Fenster schauten, war es zumindest weiß ... und der Schneesturm tobte noch immer. Wir wollten trotzdem ein bissl raus und schafften es auch bis zum Mittag los zu kommen ;-) Das Wetter wurde immer besser und als wir dann am Selbusjøen auf den Ski standen, schaute tatsächlich ein bisschen blauer Himmel durch. Wir hatten eine sehr schöne Tour bis zum dunkel werden mit viel Schnee. Die Gegend kannten wir noch gar nicht. Ist ganz ungewöhnlich für die Umgebung von Trondheim, viel Wald, enge Schluchten ... sicher auch ein abwechslungsreiches Gelände zum Wandern im Sommer. Hin zu haben wir versucht einem Weg zu folgen, waren aber die ersten im Schnee und da war das gar ni so einfach den Weg zu erkennen. Durch den Tiefschnee wühlen war ganz schön anstrengend, weil es auch sehr steil bergauf ging. So beschlossen wir zurück den einfachereren aber längeren Weg zu nehmen. Das stellte sich als sehr gute Wahl heraus, da dort schon eine Spur war und man richtig gut gleiten konnte. So waren wir schneller als erwartet wieder am Auto. Aber trotzdem ganz schön kaputt.

Abends sind Claudi und Erland zum Abendbrot gekommen und es gab Ente mit Hefeklößen und Rotkraut ... das war richtig lecker! Meine erste selbstgemachte Ente ist gleich richtig gut gelungen. Nur am zerteilen müssen wir noch ein bisschen üben.



Sonntag, Januar 13, 2008

Gemütliche Wochenendtour zur Lynhøgen

Dieses Wochenende sind wir es ganz gemütlich angegangen. Samstag wurde ausgeschlafen und danach machten wir uns zur Lynhøgen auf. Diese Hütte liegt südöstlich von Trondheim und war unsere erste Hütte auf der wir damals während unseres Auslandssemesters hier in Norwegen waren. Ist also lange her, als wir das letzte mal dort waren. Laut Beschreibung kann man mit dem Auto recht weit in die Berge fahren und der Fussmarsch dauert nur eine Stunde. Leider scheint die Strasse im Winter nicht mehr geräumt zu werden, so mussten wir schon ganz unten im Tal parken und uns standen 2,5h Weg und eine tüchtige Steigung bevor. Ein netter Norweger, der mit dem Schneemobil vorbeikam, hat unseren schwereren Rucksack aufgeladen und hochgefahren ;-) So hatten wir es wenigstens den starken Anstieg recht einfach. Das Wetter war auch ganz nett, so hat uns die verlängerte Tour nicht wirklich gestört. Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir mit einer wunderschönen Rotfärbung des Himmels an der Hütte an. Haben sie sogar ohne GPS wieder gefunden. Nach schnellem Aufheizen und einem Baumstamm kleinsägen, gab es ersteinmal Eierkuchen zum Kaffee. Danach haben wir wieder einmal einen typischen Hüttenabend verbracht, lesen, rummuddeln, Mäuse verjagen, die tatsächlich so frech waren und mir schon abends auf die Füsse krabbelten, und Schach spielen.




Den nächsten morgen sah es draußen alles andere als nach Tourenwetter aus .... Schneesturm und alles schön grau in grau. Also haben wir weiter an der Hütte gebastelt. Der Martin hat den Schutz für das Holz repariert, das Dach war weggeflogen. Und ich habe Holz gehackt und Baumstämme gesägt, da es etwas wenig zerkleinertes Holz gab. Mittag haben wir noch gemütlich in der Hütte gegessen und dann mussten wir auch schon zurück, um noch im hellen am Auto anzukommen. Der Rückweg hat richtig Spaß gemacht, mal ganz ohne Felle, konnte man richtig gut gleiten und es ging viel bergab. So waren wir in windeseile am Auto, und trotzdem mussten wir das letzte Stück schon mit Stirnlampe fahren.

Donnerstag, Januar 03, 2008

Sylvestertour 2007/08

Dieses Sylvester war alles etwas anders als letztes Jahr. Wir waren nur zu viert (Martin, Martina, Egbert und Tobi) und kamen auch alle fast gleichzeitig in Trondheim auf dem Flughafen an. Dann ging es erst einmal zu uns nach Hause. Dort wurde gepackt. Das meiste hatte ich schon bereitgestellt, so dass es recht fix ging und wir schon 15 Uhr wieder aufbrechen konnten. Mit einem kleinen Stop am Supermarkt ging es ins Sylane, ein Gebirge südöstlich von Trondheim an der schwedischen Grenze. Natürlich waren wir erst im Dunklen dort, aber der Weg zu unserer ersten Herberge, der Græslihytta, war sehr gut markiert und der ausreichend vorhandene Schnee machte alle setwas heller. Auf der Hütte war allerdings lange niemand gewesen, so dass es eine ganze Weile dauerte bis wir es warm hatten.

Den nächsten morgen, war das Wetter nicht gerade sehr verlockend ... aber wir wollten trotzdem weiter auf die nächste Hütte, die Hognabu, unsere Lieblingshütte mitten in den Bergen. Eigentlich sah es auf der Karte nicht weit aus und wir planten ca. 2h ein ... weit verfehlt, wie sich später herausstellte. Die meiste Zeit kämpften wir gegen Schneesturm an und die Sicht lies sehr zu wünschen übrig. Zum Glück konnten wir uns noch vom letzten mal an eine sehr große Schneewächte erinnern, die jetzt kaum sichtbar war. Dies kann recht gefährlich werden, wenn es plötzlich mal 10m oder mehr senkrecht abwärts geht. Wir haben dort ganz schön lange nach einem Weg drum rum gesucht. Letzendlich haben wir es aber irgendwie geschafft und sind auch noch vor dem dunkel werden an der Hognabu angekommen. Die sehr kleine Hütte war sehr schnell warm und für das ausgelassene Mittagessen wurden gleich ein paar frische Waffeln auf den Tisch gezaubert. So verbrachten wir einen typischen Hüttenwinterabend mit essen, spielen und wieder essen und natürlich das Gläschen Wein nicht zu vergessen.

(Foto von Egbert)

(Foto von Egbert)

Wie vom Wetterbericht versprochen, begrüßte uns den nächsten morgen strahlend blauer Himmel. Und es dauerte nicht lange bis es die Sonne über die Berge geschafft hatte. Als wir an der Hütte aufbrachen, wurde schon die Spitze des Ruten (1179m), unser heutiges Ziel angestrahlt. Wir nahmen aber nicht den direkten Weg, sondern begaben uns von hinten auf den Berg. Je höher wir kamen, um so eisiger wurde der Wind. Dazu noch sehr steile und eisige Passagen machten die Tour etwas zum Abenteuer. Dafür erwartete uns auf dem Gipfel eine geniale Lichtstimmung ... die Sonne machte sich schon wieder ans Untergehen und sand die letzten Strahlen auf die Berge. Die Abfahrt ging recht fix und wir waren gerade mit dem letzten bisschen Licht wieder an der Hütte.





Nach dieser herrlichen Tour, hatten wir Mühe noch bis Mitternacht wach zu bleiben. Wir bereiteten ein Festmahl und spielten wieder Spiele, um uns wach zu halten. Für Mitternacht wurde Glühwein bereitet. Ich hatte von meinen Eltern zwei Beutel mit Glühwein in Pulverform bekommen. Gespannt saßen wir 12 Uhr vor unseren Tassen, was sich jedoch als ziemliche Entäuschung herausstellte. Alle vier Tassen wurden statt in unseren Magen aus dem Fenster geleert. Das Zeug war einfach nicht drinkbar. Naja, haben wir dann nur mit purem Rum angestoßen.

Den nächsten Tag sollte es schon wieder zurück zur Græslihytta gehen. Das Wetter war immer noch herrlich und wir konnten die Tour richtig geniesen. Wir nahmen nicht den direkten Weg, sondern stellten unterwegs die Rucksäcke und Pulka ab und bestiegen noch die Melshøgna. Oben hielten wir es allerdings kaum aus, deswegen gab es nur schnell ein Gipfelfoto und runter gings wieder. Das letzte Stückchen Weg, legten wir in Rekordzeit zurück und haben es wieder gerade so vorm dunkel werden geschafft. Total kaputt an der Hütte freuten wir uns, dass diese noch von unseren Vorgängern warm war.




Die Schneewächte, die uns auf dem Hinweg zum Hindernis wurde.

Der Abend wurde recht kurz, da wir den nächsten morgen sehr früh raus mussten. Die Wecker waren 5 Uhr gestellt, Tobi und Egbert mussten um 9 Uhr auf dem Flughafen sein. Der Abstieg von der Hütte ging besser als erwartet, so hatten wir ausreichend Zeit alles ins Auto zu verstauen und zum Flughafen zu fahren.