Montag, Mai 28, 2007

Verlängertes Wochenende in Jotunheimen

So, nun folgt endlich der Text! Pfingsten, ein verlängertes Wochenende, musste natürlich wieder für eine größere Tour ausgenutzt werden. Es ging nach Jotunheimen, genauer gesagt aufs Sognefjell. Also zurück in den Winter und mit Skiern im Auto. Wir waren zu fünft, wir zwei, Edi und Claudi, 2 Arbeitskollegen von Martin und Dirk, ein recht nerviger Bekannter von Claudi. Um das Wochenende voll auszunutzen, sind wir schon Freitag abend losgefahren und waren erst Mitternacht am Fusse der Berge. Hier wird es aber gar nicht mehr richtig dunkel, so konnten wir auch um diese Zeit noch einen schönen Zeltplatz suchen. Am nächsten Morgen strahlte die Sonne und wir freuten uns auf einen schönen Touren-Tag.

Oben in den Bergen angekommen zogen ziemlich schnell Wolken auf. Anfangs fand die Sonne immer noch das eine oder andere Loch zum durchkucken. Hier hat sie genau die Bergspitze getroffen.

Irgendwann war die Sicht gleich Null und Schneetreiben setzte ein. Martin, ich und Dirk waren nur mit Langläufern unterwegs und wir kehrten dann um. Claudi und Edi wollten unbedingt noch auf den Gipfel des Fannaråken. Der Rückweg war ganz schön übel, man sah nichts und das Wetter war recht ungemütlich. Am Auto konnten wir wieder die Sonne geniesen, während wir auf die anderen beiden warteten.

Die Straße führte teilweise durch 3m hohe Schneewände. Es ist schon unglaublich, was für Schneemassen dort Ende Mai noch liegen.

Der nächste Morgen begrüßte uns wieder mit herrlichem Wetter und heute sollte es auch den ganzen Tag anhalten. Wir starteten zu fünft, doch nach kurzer Zeit kehrten Claudi und Dirk zurück, da ein Ski kaputt war und die beiden eh heute noch nach Trondheim wollten. Für uns wurde es eine herrliche Tour!















Abends waren wir ganz schön kaputt. Haben uns schnell einen geschützten Platz für die Zelte gesucht (es zog wieder schlechtes Wetter auf) und sind in die Schlafsäcke gefallen. Den nächsten morgen sah es wieder gar nicht gut aus und so packten wir gemütlich zusammen und fuhren nach Trondheim zurück.


In Trondheim scheint es nun endlich etwas sommerlicher zu werden. Leider erst kurz bevor wir sowieso ins Warme in den Urlaub fahren.

Sonntag, Mai 20, 2007

4-Tagestour im Skjækerfjella Nationalpark

Das verlängerte Wochenende wollten wir für einen etwas größeren Ausflug nutzen. Für das Auswählen des Zieles haben wir eine ganze Weile benötigt, da die Wettervorhersagen überall nicht sehr berauschend aussahen. Letztendlich haben wir uns für den Skjækerfjella Nationalpark, 3 Autostunden nordöstlich von Trondheim entschieden. Eine gute Enstcheidung! Das Gebiet ist wirklich schön. So ist es eine in jeder Hinsicht sehr abwechslungsreiche Tour geworden. Zum einen landschaftlich sehr abwechslungsreich, zum anderen haben wir sehr viele Tiere gesehen, verschiedenste Sachen unternommen und das Wetter war ebenfalls extrem abwechslungsreich. Das norwegische Wetter hat uns mal wieder so richtig gezeigt, was es so drauf hat und vorallem wie schnell es wechseln kann. Wir hatten wirklich alle Wettervariationen, die man sich nur vorstellen kann: Nieselregen, prasselnder Regen, Regen lang, Regen kurz, Schnee, Hagel, Sturm, auch mal Sonne, und zu guter Letzt noch ein Gewitter ... na gut, Sonne war eigentlich verhältnismäßig oft. Zumindest hat diese uns immer wieder recht schnell getrocknet und wieder mit dem Wetter ausgesöhnt.

Gut, jetzt aber der Reihe nach. Donnerstag früh haben wir uns aufgemacht und auf der Fahrt kurz vor dem Ziel begegnete uns gleich einmal eine Elchkuh mit einem Jungen (Jährling). Die standen 5m neben der Straße und kuckten uns blöd bis neugierig an (wie das Elche halt immer so machen). Als wir dann aber die Kamera zückten, schien das ihnen gar nicht mehr so geheuer und sie machten sich schnurstracks auf und davon. Ein Foto haben wir aber doch noch hinbekommen.

Dann haben wir unsre Rucksäcke geschnürt und los gings. Nach kurzem sight-seeing an einem rauschenden Wasserfall, ...

... dauerte es nicht lange bis Regen einsetzte, der anschließend in Schnee überging. Ein richtig schöner Start für das Wochenende ;-)

Zum Glück hörte das Schneegestöber auch ab und zu mal auf, aber so richtig nach Wetterbesserung sah es nicht aus. Im Gebirge lag außerdem noch recht viel Schnee, das erschwerte die Tour ganz schön.

Nachmittags zog es plötzlich auf und die Sonne kam raus und blieb dies auch bis zum nächsten Tag!

Am Skjækervatnet angekommen, wollten wir uns eigentlich einen Zeltplatz suchen, aber entweder war es zu uneben oder totaler Sumpf. Also beschlossen wir einfach auf dem Dachboden der Skjækerosstua zu schlafen. Diese Hütte kann man sich eigentlich mieten, aber da wir ja eigentlich mit dem Zelt unterwegs waren, haben wir dies nicht gemacht. Der See bot einen herrlichen Anblick. Besonders abends, als das Wasser ruhiger wurde und sich die noch schneebedeckten Berge im Wasser spiegelten.


Die Skjækerosstua bot auch einen guten Windschutz, so dass man abends noch richtig schön in der Sonne draußen sitzen konnte. Trotzdem sind wir totmüde von der anstrengenden Tour schon recht zeitig in unsre Schlafsäcke gekrochen.

Am nächsten morgen ging es ohne großen Rucksack auf Tour. Die Sonne strahlte immer noch!

So sumpfig sieht es hier um diese Jahreszeit leider immer aus. Da behält man keine trockenen Schuhe mehr, es sei denn man ist wie die Norweger mit Gummistiefeln unterwegs. Wir konnten uns aber noch nicht aufraffen, mit Gummistiefeln richtig wandern zu gehen. Auch die Bachüberquerungen waren aufgrund der Schneeschmelze nicht immer ganz einfach. Und auf barfuss durchgehen hatten wir bei der Wassertemperatur auch nicht Lust.




Abends zog es leider wieder zu, starker Wind kam auf und Nieselregen setzte lagsam ein und wurde immer stärker. Den nächsten morgen (Samstag) sah das Wetter noch genauso aus und wir beschlossen daher uns schon diesen Tag zum Auto auf zu machen. Im strömenden Regen ging es erst einmal bis zur Lågvassbua. Völlig durchnässt, stellten wir erfreut fest, dass die Hütte einen offenen Teil hatte! Also nix wie rein, anheizen, Sachen trocknen und was warmes zu Essen machen.

Und nach einer halben Stunde in der Hütte kam auf einmal wie aus dem nix die Sonne und kurze Zeit später war strahlend blauer Himmel! Unglaublich, damit hatten wir wirklich nicht mehr gerechnet. So konnten wir mit ganz neuem Elan wieder starten.


Hier oben ist der Schnee erst gerade weg und es liegt stellenweise ja auch noch recht viel und schon findet man überall Leben. Die Kröten haben sich sogar schon auf den Weg zum laichen gemacht.

Leider waren wir nicht lange unterwegs, als die dunklen Wolken vor uns schon wieder nichts gutes zu verheißen schienen. Und tatsächlich, kurze Zeit später fing es erneut an zu Regnen, der Regen ging diesmal in Hagel über. Die Körner waren mehrere mm groß. Das tat sogar durch die Jacke ganz schön weh und weit und breit war nix zum unterstellen. Der einzigste Trost, man sah das Ende der dunklen Wolke ;-)

Nachdem dies überstanden war wollten wir schön in der Sonne an einem See Rast machen. Haben bisschen was gegessen und Vögel beobachtet, als wir es grollen hörten. Das hatte jetzt noch gefehlt. Da schien ein Gewitter im Anmarsch zu sein. Natürlich dauerte es nicht lange bis es wieder zu regnen anfing. Aber es war nicht mehr weit zum Auto.


Mit dem Auto haben wir einen wunderschönen Zeltplatz am Damtjønna (so heißt der See) gefunden. Dort konnten wir abends sogar noch einmal die Sonne genießen.

An den zahlreichen Seen in diesem Gebiet, gibt es teilweise Boote, die man sich einfach so ausleihen kann. So sind wir erst mit einem Ruderboot über den Damtjønna gefahren und anschließend noch mit einem Kanu auf einem anderen See (Årengtjønna). Unser Anglerglück haben wir mal wieder erfolgslos ausprobiert, aber auch nicht so richtig ausdauernd. Anschließend ging es gut erholt wieder zurück nach Trondheim.

Sonntag, Mai 13, 2007

Sonntagstour zum Sæteråsen

Dieses Wochenende haben wir keine größere Tour gemacht. Der Martin hatte 24h Notdienst für die Boote und da konnten wir nicht so weit weg. Am Samstag gab es erst ein paar Sachen zu Hause zu erledigen und nachmittags waren wir angeln. Gleich beim ersten mal reinwerfen, hatte ich einen leider zu kleinen Dorsch dran. Wir haben uns schon gefreut und dachten, dass es morgen Fisch zum Mittag geben kann. Aber leider sind wir dann komplett leer ausgegangen. Haben nur mehrere Blinker eingebüßt, da Ebbe war. Als es dann anfing zu regnen, haben wir es aufgegeben. Also müssen wir doch den Lachs aus dem Tiefkühlschrank holen.

Sonntag Morgen sah das Wetter auch nicht so schön aus, also wollten wir nur eine kleine Tour machen. Neulich hatten wir eine Karte mit Ausflugstips in der Umgebung im Briefkasten und davon haben wir uns was neues ausgesucht. Und zwar südlich von Trondheim auf den Sæteråsen. War allerdings gar nicht so leicht den Berg zu finden und letztendlich waren wir auch irgendwo anders. Lustig war, dass scheinbar aufgrund dieser Zettel, die gesamt Trondheim im Briefkasten hatte, dort mehrere Leute am suchen waren.







Freitag, Mai 11, 2007

Frühling in Trondheim

Nun hält der Frühling auch in Trondheim mit großen Sprüngen Einzug! Gestern war herrliches Wetter, das hab ich ausgenutzt und bin ein bisschen mit dem Fahrrad gefahren. Die Bilder sind aus dem Botanischen Garten des Ringve Museums in Lade. Heute ist der Blick aus dem Fenster allerdings schon nicht mehr so berauschend. Es regnet in Strömen. :-(



Montag, Mai 07, 2007

Und los geht's wieder mit Hüttentouren!

Schon Freitag Abend starteten wir auf die Taagaabu südlich von Trondheim. Eine sehr schöne Hütte, wunderbar gelegen. Eigentlich auch hervorragend um Tagestouren zu unternehmen, allerdings waren die Bedingungen nicht ganz optimal: zu viel Schnee zum wandern, aber zu wenig Schnee zum Ski fahren. Wir haben uns letztendlich entschlossen die Ski im Auto zu lassen und sind zu Fuss losgezogen.

Am Samstag war herrlichstes Wetter, Sonne und windstill. Man konnte gemütliche Päuschen machen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, ohne zu frieren.


Stellenweise lag noch massig Schnee, der auch noch richtig tief war. Das war ganz schön beschwerlich, da man ganz schön eingesackt ist. An anderen Stellen war der Schnee dafür schon komplett weg.



Am Sonntag schien zwar immer noch die Sonne, aber es blies ein starker und sehr kalter Wind. Da konnte man nur straff durchwandern. Pause wurde dann erst wieder in der Hütte gemacht, bevor es am zeitigen Nachmittag wieder zurück nach Trondheim ging.

Mittwoch, Mai 02, 2007

Auf der Suche nach Schnee

Aus dem Flugzeug sah es noch nach so viel Schnee aus, also wollten wir uns noch einmal auf die Langläufer schwingen. Wir sind ins Sylane Richtung Schweden gefahren, da dort noch am längsten Schnee liegt. Letztes Jahr waren wir genau zur gleichen Zeit dort mit Skiern auf Hüttentour und alles war noch komplett weiß! Aber diesmal mussten wir die Ski im Auto lassen. Also machten wir eine kleine Wanderung zur Gresslihytta und von dort weiter auf den Gresslivola.