Montag, Juni 29, 2009

Sommerurlaub

Nun wird es erst einmal eine Weile ruhig auf unserem Blog sein. Am Samstag werden wir für drei Wochen in den Urlaub fahren. Endlich einmal wieder ein langer Urlaub. Es geht nach Nord-Norwegen. So weit nördlich wie möglich ... in die Finnmarka und sicher auch etwas Troms.

Gleich im Anschluss ziehen wir um. Dafür müssen wir extra zwei Tage eher aus dem Urlaub zurück kommen, um das Wochenende für den Umzug nutzen zu können. Martina fährt dann gleich am Freitag auf Geländearbeit und ist dann 3 Wochen hintereinander unterwegs! Also, es gibt viel zu tun und wohl eher wenig Zeit zum Bilder aussortieren.

Sommerkanutour auf dem Kråkvatnet

Schon in der Woche kletterten die Temperaturen endlich auf Sommerwetter und für das Wochenende sah der Wetterbericht äußerst verlockend aus! Sonne pur und über 20 °C. So sollte es endlich einmal wieder auf eine Kanutour gehen! Und da wir es nicht erwarten konnten, machten wir uns nach einer stressigen Woche gleich Freitag abend auf Richtung Surnadal und zum Kråkvatnet. Dieser See sah auf der Karte sehr interessant aus. Im Prinzip waren es 2 Seen, die aber verbunden waren. Teilweise hatte der See mehr Fluss-Charakter und dazu noch viele Inseln.


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Wir waren diesmal 3 Boote, und 4 Leute, 2 Arbeitskollegen von Martin mal wieder. Mit dem Kanu waren wir mal wieder die langsamsten, trotz dass wir zu zweit paddelten, besonders als am Sonntag ordentlicher Gegenwind aufkam. Dafür brauchten die anderen mehr Pausen ;-)

©Vidar
Freitag Abend im schönen Abendlicht.

Die Temperaturen waren nun schon fast zu heiß. Auf dem Wasser war es angenehm, aber sobald man an Land war brauchten man Schatten oder eine Abkühlung im See.

Während der Mittagspause am Samstag, wollte der Martin unbedingt Vidars Kayak Probe-fahren.

©Vidar
Und da einfach nur "fahren" zu langweilig zu sein scheint, testete er auch noch eine Eskimorolle. Allerdings blieb es nur beim testen.

©Vidar
Das anschließende einsteigen auf dem Wasser klappte allerdings ganz gut.

©Vidar
Der Martina war es eindeutig zu warm, so machte sie es sich gemütlich und lies den Martin paddeln:

©Vidar

Abendstimmung am Zeltplatz Nummer 2. So idyllisch wie es hier aussieht, war es allerdings nicht. Der Abend wurde von Schwärmen von Kriebelmücken versüßt. So war gegen 22 Uhr "Zwangsbettgehen" angesagt, wenn man nicht als Streuselkuchen enden wollte.

©Volker
Unser Zeltplatz am nächsten Morgen, fast Mücken-frei nun.

©Volker
Da am Sonntag recht starker Gegenwind aufgekommen war, entschlossen wir uns zu einer Abkürzung:

Das Stück zum Tragen, waren nur ca. 100m. Zu paddeln wären es ca. 4.5km gewesen, die Hälfte davon mit Gegenwind. Und wir mussten feststellen, dass wir hier mit unserem Kanu absolut im Vorteil waren, da dies nur die Hälfte der anderen Boote wiegt, wenn nicht sogar weniger.

Wie immer, haben wir auch unser Angelglück versucht. Diesmal gingen wir auch nicht ganz leer aus. Es gab zwei recht kleine Forellen zum Abendbrot am Samstag und eine für den Volker zu Hause. Den drei sehr großen Forellen, die wir auch an der Angel hatten, gelang leider allen kurz vor dem Land- bzw. Bootgang die Flucht.

Dies war ein herrliches Wochenende, mit etwas sehr viel Sonne und Hitze. Wahrscheinlich sollte man bei so einer Wettervorhersage in Zukunft doch eher eine Wanderung in einem waldreichen Gebiet planen ;-)

Mittwoch, Juni 24, 2009

Wochenende in Trondheim

Das letzte Wochenende mussten wir mal in Trondheim bleiben. Der bevorstehende Urlaub und Umzug mussten mal etwas vorbereitet werden. Der Wetterbericht war auch nicht so gut, und so passte das gut. Die Martina war außerdem reiten und der Martin Kanu- und Radfahren.

Hier noch ein paar Bilder von unserem Balkon. Die jungen Möwen sind nun geschlüpft und laufen auf den Wegen rum ... gut geschützt von ihren Eltern. Sobald man auf den Balkon oder aus der Haustür geht wird man von den Möwen angegriffen. Hier eine Möwe im Sturzflug auf die Kamera:


Dienstag, Juni 16, 2009

Mit den Muttis nach Oppdal

Martina hatte am Sonnabend Geburtstag und ihre, sowie Martins Mutti waren zu Besuch. Da haben wir uns kurzerhand entschieden für einen gemeinsamen Kurzurlaub nach Oppdal zu fahren und eine "richtige" Hütte zu mieten. Eine Hütte mit allem drum und dran, heißt Strom, fließend Warmwasser, Dusche und Geschirrspüler.

Da das Wetter mit Temperaturen unter 10°C und Regen nicht wirklich einladend war, haben wir gleich erstmal dem Kamin angefeuert und es uns in der Hütte gemütlich gemacht.

Am Sonnaben sind wir ins Dovrefjell aufgebrochen und auf dem Weg dahin eine kleine geologische Sehenswürdikeit besichtigt, der Magalaupet: Eine Reihe von Strudeltöpfen , die entlang des Flusses Driva aufgereit sind.

Dannach ging es auf's Dovrefjel und wir haben eine kurze Mutti-freundliche Wanderung zum See Gåvålivatnet unternommen. Dort gab es dann die wohlverdiente Pause mit lecker Picknick und frischgekochtem Kaffe.

Die Martina war nicht ganz ausgelastet und nutzte das Päuschen zum Faxen machen:

Auf dem Rückweg gab es eine kleine Überraschung. Direkt neben der Strasse stand plötzlich ein verzottelter Fellberg, auch Moschusochse genannt.

Auf der Rückfahrt haben wir bei Kongsvoll dann noch einen botanischen Garten angesehen. Mit vielen kleinen Schildchen, und kleinen Pflänzchen davor ... was für Fans sozusagen ;-)

Wieder zurück wurden wir von einem Schaf und seinen Lämmern begrüßt. Diese hatten es sich auf dem Weg vor unserer Hütte gemütlich gemacht.

Laut Vorhersage sollte das Wetter am Sonnabend wesentlich besser sein. Also ab in die Berge! ... Wenn da nicht diese Kühe wären:


... und das ganze dauerte so eine knappe halbe Stunde - aber wir hatten ja jede Menge Zeit und Geduld. Wir waren ja schließlich im Urlaub.

Leider ist der Wetterbericht hier in Norwegen nicht besonders zuverlässig - heißt auch pünktlich zum Start gab es Regenschauer. Trotzdem haben wir uns auf die kleine Wanderung von Bårdsgarden zur Vassensetra aufgemacht.

Das eher bescheidene Wetter hielt die Martina auch an diesem Tag nicht vom herumkaspern ab:
Die Vassensetra war früher mal so etwas wie eine Alm und wird heute vom Norwegischen Alpenverein (DNT) als un bediente Wanderhütte genutzt.

Da wir ja Mitglieder im DNT sind, haben wir einen Schlüssel für die Hütte und konnten die Gemütlichkeit incl. warmen Ofens genießen, bevor es auf den Rückweg ging:

Am Montag gab es noch etwas sight-seeing zu ein paar beeindruckenden Wasserfällen:

Und über die tobenden Bäche, führten recht instabile Hängebrücken. War schon ein etwas komisches GEfühl da drüber zu gehen.

Montag, Juni 08, 2009

Bastelwochenende

Wieder einmal hing die Wochenendplanung am Wetterbericht und da dieser nicht wirklich gut aussah, hatten wir bis kurz vor knapp keinen Plan. Als es dann hieß, dass sich ein paar Leute zur Heinfjordstua aufmachen um an der Sauna weiter zu bauen, schlossen wir uns ihnen gleich an.

Freitag abend gings schon los, und wir legten sofort los. Unsere Aufgabe war es eine Saunabank zu bauen. Diese mussten wir allerdings erst einmal entwerfen und uns auch überlegen, wie wir das alles stabil genug hinbekommen. Während die anderen an Treppe, Gelände und Vorraumbank bauten, machten wir uns also an die Saunabank.

©Daniel

So und nun eine kurze Dokumentation, wie die Saunabank entstand:
Als erstes würde ein Gerüst gebaut ...

©Daniel

Darauf kamen die Sitzflächen...

Und ganz zum Schluss wurde das ganze noch verkleidet.

©Daniel

Samstag abend war eine schöne Stimmung am Store Dragsten. Der Hütte liegt direkt an dem See.

Und hier noch ein Abschlussfoto auf der neuen Treppe und auch mit dem neugebauten Geländer.

©Daniel

Montag, Juni 01, 2009

Verlängertes Wochenende auf dem Ånnse

Dieses verlängerte Wochenende ging es nach Schweden auf den Ånnsee, wo wir letztes Jahr unsere letzte Kanutour gemacht hatten. Der Ånnsee ist besonders durch seine Vogelschutzgebiete bekannt. Jetzt im Frühjahr brüten dort zahlreiche Vögel. Der Zugang zu den geschützten Gebieten ist verboten, aber es gibt einen angelegten Pfad auf dem man langgehen darf und an dem einige Beobachtungstürme liegen. Samstag vormittag und Montag nachmittag verbrachten wir dort ausgerüstet mit Fernglas und Teleobjektiv und beobachteten das Vogelleben. Die Zeit dazwischen waren wir mit dem Kanu unterwegs. Es gab wirklich sehr viel zu sehen, viele Vögel hatte ich noch nie gesehen und auch die Namen waren mir gänzlich unbekannt. Wir hatten zum Glück ein Vogelbuch dabei, was uns bei der Bestimmung hilfreich war. Hier eine Liste mit Vögeln, die wir beobachten konnten. Klickt auf die Namen und ihr erfahrt mehr zu der jeweiligen Art:

Zum einen ganz verschiedene Enten: Krickente, Schellente, Reiherente, Pfeifente, Trauerente, und Samtente. Neben anderen Wasservögeln, wie Gänsesäger, Prachttaucher, Ohrentaucher, sahen wir einen brütenden Kranich und sowie mehrere andere Kraniche, Rotschenkel, Regenbrachvogel, und einen Kampfläufer. Ein Goldregenpfeifer hatte direkt neben dem Weg ein Nest gebaut und lieferte jedesmal wenn wir vorbei kamen eine schöne Vorstellung. Ich hoffe mal ich habe alles richtig bestimmt.

Der Ånnsee ist wirklich Wildniss pur. Ich konnte noch einen Biber beobachten und Reh beobachtete uns vom Land aus als ob wir Außerirdische wären. So eine riesige Ente hat es wahrscheinlich noch nie gesehen.

Am Rande des Vogelschutzgebietes gibt es einen mit Brettern ausgebauten Weg. Das ist ganz praktisch, sonst würde man ganz schön im Moor versinken. Teilweise war der Weg auch richtig auf Stelzen gebaut.

Panorama über den Ånnsee von einem der Beobachtungstürme.

Martin beim beobachten. So, und nun ein paar Vogelbilder:


Der Kranich richtet sein Nest.

Suchbild: Gleich drei verschiedene Vögel, und zwar ganz vorne links ein Reiherente-Pärchen, in der Mitte der brütende Kranich, jetzt auf dem Nest sitzend und ganz hinten rechts ein Regenbrachvogel.

Ein Reiherente-Pärchen

Und hier noch zwei Bilder des Goldregenpfeifers.

Von unserer ersten Zeltstelle, auf einer kleinen Insel mitten im See, konnten wir noch ein paar Gänsesäger beobachten. Erst ganz friedlich ein Pärchen ...

... doch plötzlich kam ein anderes Männchen dazu und es gab ordentlich Krach.

Wie gesagt, waren wir von Samstag nachmittag bis Montag mittag mit dem Kanu unterwegs. Hier unsere zurück gelegte Runde. Nicht ganz wie geplant ... da hat uns der Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber war auch schön so.


Am Start.

Samstag und auch Sonntag war es ordentlich heiß. Auf dem Wasser im Kanu war es ok, aber an Land schon fast wieder zu warm. Dies verlockte zum ersten Bad dieses Jahr.

Beide Campingplätze waren idylisch gelegen ... besonders der erste: auf einem erhobenen Vorsprung einer kleinen Insel. Hier gleich zwei Bilder, das obere abends, das folgende am nächsten Morgen.



Am Sonntag machten wir ein gemütliches Mittagspäuschen und zerflossen fast in der Sonne. Als wir uns auf die Nachmittagsetappe begeben wollten, mussten wir allerdings hinter der nächsten Ecke feststellen, dass der Wind ordentlich zugenommen hatte. Wir hatten die ganze Zeit im Windschatten gesessen. Wir paddelten einmal rund um die Insel, aber überall war zu viel Wind und zu starke Wellen ... hm, da saßen wir wohl fest auf der Insel. Irgendwann entschlossen wir uns mit Rückenwind Richtung Festland zu paddeln. So ist man recht schnell und fährt mit den Wellen, das heißt diese können einen nicht umwerfen. Das ging auch gut, nur unsere Pläne waren durcheinander gebracht. Nun mussten wir im Prinzip den halben See umfahren, um wieder zurück zu kommen. Wobei dies auch nicht viel weiter, als die geplante Strecke war.

Abendstimmung am zweiten Campingplatz, diesmal auf dem Festland.

Morgens wurden Waffeln zum Frühstück gebacken.


Auf dem Rückweg mussten wir ordentlich gegen den Wind ankämpfen. Aber wir hatten immer noch genügend Zeit noch einmal Vögel beobachten zu gehen. Was sich auch gelohnt hat ... haben noch ein paar mehr gesehen.
Auf der Heimfahrt ist uns leider noch ein recht großer Stein in die Frontscheibe geflogen. Ein vorbeifahrender LKW hat in verloren. Auch im Auto flogen richtig die Scherben, obwohl die Scheibe nicht ganz durch ist. Der Martin hatte zum Glück eine Sonnenbrille auf und wir sind beide mit einem Schrecken davon gekommen. Aber eine neue Scheibe brauchen wir nun.