Sonntag, Juni 25, 2006

Montag, Juni 19, 2006

Odyssee - norwegische Nummernschilder

Man glaubt es kaum, aber die Norweger sind – was die Bürokratie angeht – noch eine Nummer krasser als die Deutschen....

Heute war es so weit: Termin beim „Statens Veivesen“ zur „Kjøretoykontroll”. Dort hatte aber niemand eine Ahnung was sie mit mir anstellen sollen. Nach einer Weile hin und her mit meinen wenigen Brocken Norwegisch (Englisch konnten/wollten die Herren und Damen Beamten nicht sprechen) haben sie mir alle meine Deutschen Fahrzeugpapiere abgenommen und mir einen Zettel mit meiner Fahrgestellnummer in die Hand gedrückt. Damit sollte ich dann Erstmal zum Zoll.

Der Zoll wollte aber natürlich meine Deutschen Fahrzeugpapiere haben. Nach einigem hin und her haben sie dann beim „Statens veivesen“ angerufen und sich die Papiere Faxen lassen. Der Zoll hat dann noch meine Deutschen Nummernschilder eingezogen und mir und die 29000 NOK (etwas mehr als 3600 Euro) abgeknöpft. Nur su nebenbei: das Auto ist in Deutschland noch ca 2200 Euro wert. Ach ja, und nicht zu vergessen die „årsavgift“ so was wie eine jährliche Steuer, kostete auch noch mal 2800 NOK (350 Euro).



Zum Glück hatte ich mir noch Überführungsnummernschilder (280NOK/Tag =35Euro) zugelegt. Damit und einer ganzen Menge Papier und Briefen bin ich dann wieder zurück zum „Statens veivesen“ um mein Auto nun endlich an zu melden.





Aber langsam! Dort angekommen, hieß es erstmal wieder warten. Denn der Datenabgleich zwischen Zoll und zentralem Fahrzeugregister passiert nur zweimal am Tag, 8.00 Uhr und 12.00 Uhr. Als die Informationen dann um 13.00 immer noch nicht im zentralen Fahrzeugregister waren, wunderten sich auch die Beamten. Nach einigem hin un her telefonieren stellte sich heraus, das die netten Zollbeamten die falsche Fahrgestellnummer in das System eingespeist haben. Nach ca. 2h war es dann soweit ich konnte für 280 NOK (=35Euro) einen Satz norwegische Nummernschilder in Empfang nehmen und an mein Auto schrauben....

Jetzt habe ich den Wert meines Autos um 150% gesteigert und bin endlich stolzer Besitzer eines NORWEGISCHEN Autos - toll! Posted by Picasa

Montag, Juni 12, 2006

Wir haben mal wieder ein super Wochenende hinter uns! Das was wir letzte Woche an Regen zu viel hatten, war diesmal an Sonne zu viel. Statt mit nassen Schuhen, sind wir mit einem heftigen Sonnenbrand nach Hause gekommen. Freitagabend ging es diesmal mit Claudi auf die Kvernmovollen. Wir waren erst 21 Uhr dort, aber da es ja die ganze Nacht hell ist, war das kein Problem. Die Hütte, eine ehemalige Almhütte, war sehr schön und vor allem schön gelegen, mit herrlicher Aussicht.

Am Samstag ging es groß auf Tour. Ca. 16 km auf den Storskarven (1090m). Wir mussten sogar noch teilweise durch Schnee, größtenteils aber durch Matsche. Die Sicht war toll, Richtung Nord-Ost ins Sylane und gen Westen bis Trollheimen, die zwei näher gelegenen hohen Gebirge. Die Sonne hat die ganze Zeit so geprasselt, das wir uns gleich mal verbrannt haben. Am Sonntag haben wir es nur bis auf den Kvernmovollpiken geschafft, da es viel zu heiß war. Also haben wir bis nachmittags an der Hütte gefaulenzt bis wir uns irgendwann aufraffen konnten wieder die Sachen zu packen und zurück nach Trondheim zu fahren.

Sonntagabend waren wir am Fjord grillen und angeln. Claudi hat gleich bei ihren ersten Angel-Versuchen einen recht großen Pollack gefangen. Gegrillt hat er dann unseren Speiseteller bereichert.

Wir haben mal den Sonnenuntergang abgewartet: ca. 23.10Uhr! Und 24 Uhr konnten wir noch ohne Fahrradlicht im hellen nach Hause fahren :-)

Donnerstag, Juni 08, 2006

Pfingsten auf der Sonvasskoia

Das Pfingstwochenende kam schon wieder Besuch nach Trondheim. Diesmal Martinas Eltern und natürlich auch Martina. Das Auto war bis zum Anschlag voll mit lauter leckeren Sachen aus Deutschland, noch zwei Kiste aus der Freiberger Wohnung und vor allem der hier so wertvolle Alkohol!

Natürlich ging es auf Hüttentour, und zwar auf die Sonvasskoia östlich von Trondheim. Eine sehr schöne geräumige Hütte mit sehr schöner Lage. Sie ist oberhalb eines Sees gelegen mit einer Lagerfeuerstelle vor der Hütte und herrlicher Aussicht. Zur Hütte gehören zwei Kanus und ein Ruderboot. Angel hatten wir natürlich auch mit, dafür etwas weniger Essen im Gepäck, es sollte ja Fisch geben.


Alles wäre perfekt gewesen, hätte uns da nicht das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht … mit drei Tagen Dauerregen hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. Wir haben uns zwar immer mal wieder raus gewagt, da wir es ja in der Hütte gemütlich hatten und alles auch wieder trocknen konnten, aber richtig Spaß gemacht hat das Wandern in dem Sumpf nicht. Sabine war mit ihren Gummi-Überschuhen am besten dran, einfach quer durch und nicht wie wir von Hügel zu Hügel hüpfen. Einen Höhenpunkt gab es aber doch noch, wir haben eine Rentierherde gesehen.

Das Bootfahren ging auch nicht so richtig, da zu viel Wind war und es wurde auch immer sehr schnell kalt bei der Nässe. Und die Fische hatten sich bei dem Wetter scheinbar auch verkrochen, zumindest sah unser Speisezettel leider nicht so lecker wie geplant aus.

Trotz allem war es ein schönes Hüttenwochenende, mal so richtig in völliger Abgeschiedenheit auf einer Hütte ausruhen tut schließlich auch gut.