










Sonntag starteten wir bei strahlend blauem Himmel mit den Kanus. Der blaue Himmel war zwar ganz schön, nützte aber nicht so wirklich viel, da die Sonne es aufgrund der "hohen" Berge sowieso nicht bis zum See geschafft hat. Trotzdem bot der See, diesmal glatt wie ein Spiegel, herrliche Spiegelungen der Berge ringsrum. Aufgewärmt wurde sich dann halt am Feuerchen und nicht in der Sonne.



Auf ging's. Man beachte die Schattenlänge zum Sonnenhöchststand um 12.30 Uhr! Dafür gibt es aber den ganzen Tag herrliche Lichtstimmungen, Sonnenaufgang und Sonnenuntergang wechseln sich mittags einfach ab.





Damit war der Tag aber noch nicht zu Ende. Danach ging es noch lecker Essen zu ein paar Freunden von Ingjerd und Halvor. Wir vier sind dabei fast auf den Stühlen eingeschlafen. Weiterer Bonuspunkt für diesen Tag ist, dass wir fast die ganze Zeit norwegisch geredet haben!
Und es schneit weiter! Hier auf Fjordhöhe wird es auch langsam weiß.

Das Wetter war wieder einmal nicht so nett zu uns. Aber Marika war natürlich froh so wieder um eine größere Wanderung drum rum zu kommen. Also machten wir nur eine kleinere Tour im Nieselregen, die restliche Zeit verbrachten wir auf der Hütte mit essen, schnitzen, Holz hacken, Pilze sammeln (es gab tatsächlich noch einige Pfifferlinge), Spiele spielen, lesen … man findet immer eine Beschäftigung und es wird nie langweilig.



Pünktlich zur Abreise war natürlich wieder super Wetter. Nach einer kalten Nacht mit Nachfrost, war nach dem verschwinden des Morgennebels tatsächlich strahlend blauer Himmel.
Endlich ist Martina mal wieder in Trondheim! Da wird auch gleich die Seite mal aktualisiert. Marika, Martins Schwester, ist auch mitgekommen und verbringt ihre Herbstferien hier. Und da Martin dieses Jahr bisher kaum Urlaub hatte, hat er sich mal ein paar Tage frei genommen und wir haben zwei kleine Touren unternommen.


Wir übernachteten in einer herrlichen Hütte direkt am Meer, aus der wir nachts die Nordlichter beobachten konnten. Der Vermieter brachten uns frisch gefangenen Fisch, war aber viel zu viel und wir haben uns nur eine Scholle schmecken lassen.
Den nächsten Tag mieteten wir uns ein Motorboot und haben uns die krassen Brückenkonstruktionen mal aus einer anderen Perspektive angesehen. Zwischen den ganzen Schären durchzufahren hat richtig Spaß gemacht, vor allem Martin und Marika hatten sichtlich Spaß am „rumgasen“. Wir konnten außerdem einen Seeadler beobachten, wie er einen Fisch aus dem Wasser fängt und wie eine neugierige Robbe unser Boot beobachtete.

Weiter ging es dann nach Molde auf den Aussichtspunkt „Varden“. Der Blick auf die Romsdaler Alpen war grandios.
Übernachtet haben wir wieder in einer Hütte direkt unterhalb der bei Kletteren bekannten „Trollveggen“ im Romsdalen (über 1000m senkrechte Felswände). Leider konnten wir nur kurz vor dem Sonnenuntergang noch einen Blick draufwerfen, den nächsten morgen war so dichter Nebel das man gar nix sah. Die Ausleihe der Hütte war mal wieder typisch „norwegisch“. Ein total verlassener Campingplatz, aber immerhin eine Telefonnummer am Rezeptionshäuschen. Telefonisch wurde uns erklärt, wo der Schlüssel liegt und das Geld sollten wir in den Briefkasten stecken. ;-) So was geht echt nur in Norwegen. Den nächsten Tag ging es über die Trollstigen nach Geiranger. Wie schon gesagt, war leider total mieses Wetter. Es nieselte und man sah gar nix.
Nur auf dem Pass kam mal kurz die Sonne raus und uns bot sich ein wunderschönes Wolkenschauspiel. Am Geirangerfjord genau dasselbe. Marika hat sich natürlich gefreut, da sie so um die geplante Wanderung drumrum kam.
Über ein paar Pässe ging es dann nach Lom. Wir wollten uns eigentlich die Stabkirche dort anschauen, aber natürlich hat in der Nebensaison hier nichts mehr geöffnet. Dann weiter auf die E6 und übers Dovrefjell zurück nach Trondheim. Auf dem Dovrefjell lag nun doch schon etwas Schnee, wir hatten mit viel mehr gerechnet. Ende Oktober hatten wir vor drei Jahren schon einmal ordentlich Schneesturm in Norwegen.