Montag, März 30, 2009

Von wegen Frühling....

Für das letzte Wochenende hatten wir uns ein ganz besonderes Ziel auserkoren - den Storskaven.

So haben wir uns noch am Freitag abend in Richtung Prestøyhytta aufgemacht. Das Wetter war ok - heißt ordentlich Wind und Kälte aber kein Schnee. Außerdem ist es ja jetzt abends lange hell. Nach anderthalb Stunden Autofahrt und weiteren zwei Stunden auf Ski standen wir im Dunkeln vor der Hütte. Da gab es dann nur noch was zu Essen und dann ging es ab in den Schlafsack. Wir waren totmüde.

Am nächsten Morgen sah das Wetter dann ganz vielversprechend aus. Leichte Bewölkung und etwas Sonnenschein. Also nichts wie los zum Storskaven (1171m) ....

Je höher wir kanen desto eisiger wurde der Schnee und der Wind nahm auch stark zu. So dass wir uns kurzerhand entschieden haben nur bis zum Litleskarven (1098m) aufzusteigen. Schnell noch ein Gipfelfoto und dann nichts wie runter - der Sturm war kaum zum aushalten...


Die Abfahrt gestaltete sich recht schwierig mit vielen Eisplatten und stark variierenden Schneeverhältnissen. Die gigantische Aussicht entschädigt für die Quälerei.



Weiter unten in der Baumzone haben wir uns dann ein Schneeloch gegraben und ein kurzes Päuschen gemacht um die Batterien wieder aufzufüllen und etwas zu essen und zu drinken. Wir haben uns auch wieder an einem kleinen Feuerchen versucht, das gestaltete sich aber schwierig bei dem Sturm.

Die letzten Kilometer zurück zur Hütte gingen dann recht fix. Den späten Nachmittag und Abend haben wir dann gemütlich in der Hütte vor dem Kamin verbracht und Spielchen gespielt.


Am Sonntag war das Wetter nicht so doll, so das wir uns schön zeitig zurück nach Trondheim aufgemacht haben. Den Nachmittag hat die Martina damit verbracht unsere Planzen neu einzutopfen. Bis dahin ist die Sonne rausgekommen und auf unserem Balkon wurde es richtig schön warm. Am Abend haben wir diese schöne Wochenende mit einem Konzert im Dom ausklingen lassen.

Sonntag, März 22, 2009

Spontaner Ofeneinbau auf der Holvassgamma

Die wieder schlechte Wettervorhersage fürs Wochenende lies uns bis Freitag ganz planlos da stehen. Wir wollten dann halt auf irgendeine Hütte die noch frei ist. Freitag mittag ergaben sich dann aber ganz andere Pläne. Eine aus der Koiegruppe fragte mich, ob wir nicht Lust hätten mit auf die Holvassgamma zu kommen und den Ofen ein zu bauen. Die Holvassgamma ist seit Herbst geschlossen, weil ein neuer Ofen eingebaut werden muss. Und so wurde unserer "Planlosigkeit" ganz schnell Abhilfe verschafft.

Noch am Freitag wurde der Hänger abgeholt und am Samstag wurde dieser mit Ofenrohrteilen, Werkzeug, zwei Pulkas und Ski beladen und dann ging es zu viert nach Fosen. Es erforderte etwas Geschick alles auf den Pulkas zu verstauen. Die eine Pulka sah zum Schluss aus wie ein Dampfer. Und schwer waren sie auch ordentlich, aber zum Glück kann man unsere Pulka ja zu zweit ziehen. Das ganze wurde von schlechten Schneebedingungen erschwert. Freitag hatte es ordentlich geregnet. Dies führte dazu, dass die Flüsse auf dem Schnee lang flossen und etwas schwer passierbar waren. Dem Wasserfall hat der Regen aber gut getan und er war zu stattlicher Größe angeschwollen:



Bei diesem Fluss war zum Glück eine Brücke da! Aber bei dem nächsten mussten wir erst einmal eine halbe Stunde lang nach einem Weg rüber suchen. Ganz trocken ging es aber nicht.

Samstag waren wir erst abends an der Hütte, und die restliche Zeit verbrachten wir mit Essen zubereiten. Dies war etwas komplizierter als sonst: wir hatten das Parafin für den Kocher vergessen und einen funktionierenden Ofen gab es ja nicht :-( Also haben wir den Ofen vor die Hütte gestellt, um ihn ohne Esse verwenden zu können. Dies funktionierte ganz gut und wir mussten nicht hungern. Es gab sogar richtig lecker Rentiergeschnetzeltes mit Champignons und Reis.

Sonntag morgen ging die eigentliche Arbeit los, alte Ofenrohrkonstruktion abreißen und neue einbauen.


Das Mittagessen wurde schon auf dem neuen Ofen zubereitet!


Der Rückweg war einfacher, es hatte geschneit und war auch Frost gewesen. Die Flüsse waren nun einfacher zu überqueren.

Sonntag, März 15, 2009

T-Shirt-Wetter und Sonnenbrand!

Endlich ist es soweit und die schöne Sonnen-Skisaison hat begonnen. Ganz gegen den Wettervorhersagen während der Woche, wurde das Wochenende mit Traumwetter erfüllt. Daher hatten wir auch keine konkreten Pläne bis Freitag Nachmittag und das Wochenende wurde eher spontan. Alle Uni-Hütten waren Freitags ausgebucht. Aber der Edi hatte noch Platz in einer Hütte bei Meråker. Also ging es Samstag früh wie letzte Woche Richtung Meråker.

Es ging auf den Storkluken (1110m). Uns begrüßte strahlend blauer Himmel und Windstille! Die Sonne konnte so ihre wärmende Wirkung perfekt entfalten und wir mussten mehrere Stops einlegen, um immer mehr Sachen aus zu ziehen ... bis wir dann tatsächlich im T-Shirt unterwegs waren!


Die ganze Zeit herrliche Sicht, im Hintergrund das Fonfjellet und links das Massiv des Storskarven.


Wieder Blick Richtung Meråker, mit Fonfjellet, Skigebiet in Meråker und ganz links im Bild das Massiv des Storskarven, wo zu Füßen die Sonvasskoia liegt.

Und nun endlich im T-Shirt!



Gipfelfoto. Auf dem Gipfel liegt die Grenze zu Schweden und man hat eine herrliche Sicht über "halb" Norwegen und Schweden. Man sah alle drei Skigebiete in der Gegend, Meråker, Storlien und Åre, sowie sämtliche Bergmassive mal aus anderen Richtungen, wie zum Beispiel den Fongen von hinten. Im nächsten Bild sieht man den Ånnsee, auf dem wir unsere letzte Kanutur im vergangen Jahr machten und auch Åre ganz links.




Hier noch einmal der Blick zurück zum Storkluken.

Anschließend ging es zur Hütte, aber was uns da erwartete konnte man eigentlich nicht wirklich als Hütte bezeichnen:

Die Firmenhütte von Edis neuem Arbeitgeber ... Erdölbranche ... sieht man wohl. Und Innen sah sie ähnlich aus, mit allem Luxus. Nicht vergleichbar mit den Unihütten und als normales Wohnhaus würde dieser Palast uns auch voll uns ganz zufrieden stellen.

Sonntag war immer noch Sonnenschein pur. Allerdings mit Wind bis Sturm, so dass es nicht mehr so schön warm war. Trotzdem begaben wir uns auf eine kleine Tour.




Der Fongen von hinten.

Und zum Abschluss noch ein kleines Feuerchen, der Gemütlichkeit wegen. Abends sahen uns dann zwei knall-rote Tomaten im Spiegel an, was sich mittlerweile aber schon in einen netten Braunton verwandelt hat.

Samstag, März 07, 2009

Hundeschlittentour

Nun wurde Martins Geburtstagsgeschenk eingelöst, es ging auf eine Hundeschlittentour. Das erste Mal für uns und dementsprechend gespannt waren wir.

Begrüßt wurden wir von einer lärmenden Horde von Hunden, man konnte sich kaum unterhalten. Ohren zu halten war dann angesagt, als die Hunde angespannt wurden. Die konnten es kaum erwarten, dass es los ging.

Dementsprechend schnell war der Start, auch wenn es ersteinmal bergauf ging. Und sofort kehrte auch Stille ein. Jeder von uns hatte seinen eigenen Schlitten mit 6 Hunden. Wir drehten eine Runde von ca. 40km, so mal eben in 4 Stunden. Man wird ganz schön fix, wenn der Schnee gut ist. Und wenn es bergab geht und gleichzeitig um eine Kurve, hat man dann schon ganz schön zu tun erstens auf dem Schlitten stehen zu bleiben, zweitens den Schlitten auf den Kufen zu halten und drittens mit dem Schlitten nicht die Hunde vor einem zu überfahren. Eigentlich dachte ich ja so eine Hundeschlittentour ist Entspannung pur, man steht einfach hinten drauf und die Hunde machen das schon .... naja, heute abend bin ich zumindest ganz schön kaput. Nicht nur bergab hat man zu tun, auch bergauf, muss man mit schieben, sonst werden die Hunde zu schnell müde. Und das strengt auf Dauer an. Einzige Erhohlung gibt es auf Flachstrecken ... und die gibt es hier leider nicht so oft, außer auf einem See den wir überquerten. So nun etwas weniger Text, und mehr Bilder:




Zwischendrin gab es ein kleines Päuschen, eher für uns als für die Hunde. Essen gab es aber für alle!


Mal nicht auf Isomatten sitzen, sondern auf Rentierfellen. Ist echt bequem, nur leider etwas schwer.








Auf alle Fälle ein herrliches Erlebnis!

Donnerstag, März 05, 2009

Pyromanenversammlung ...

... nein, eigentlich luden Ingjerd und Halvor zu einem "Utemiddag" ein, was so viel wie "draußen-Abendbrot" heißt. Aber da immer noch recht viel Schnee liegt und die Temperaturen auch nur unwesentlich über 0°C kommen, benötigt man dazu eine Wärmequelle und um diese effektiver zu nutzen, kann man ja auch gleich das Essen damit zubereiten.

Hier beim "vorglühen".


Anschließend wurden Muurikas auf das Feuer gestellt, und darauf allerlei leckere Dinge gebraten. Jeder hatte sein eigenes Essen mitgebracht, so dass die Bratpfannen recht bunt aussahen. Unser Menü begann mit gebratenen Süßkartoffeln, anschließend Wiener mit Kartoffeln, die in Alufolie im Feuer gegart wurden und zu guter Letzt noch ein paar gebratene Garnelen.

Irgendwann waren die Muurikas so heiß, dass das Öl sofort Feuer fing und das Essen eher flambiert als gebraten wurde.

Desert haben wir natürlich auch nicht vergessen, es gab frisch im Feuer gebackene Waffeln und Kaffee. Hier im Bild sieht man die zwei Waffeleisen.



Ein netter Abend mit viel norwegisch Training und leckerem Essen!