Dieses verlängerte Wochenende ging es nach Schweden auf den Ånnsee, wo wir letztes Jahr unsere letzte Kanutour gemacht hatten. Der Ånnsee ist besonders durch seine Vogelschutzgebiete bekannt. Jetzt im Frühjahr brüten dort zahlreiche Vögel. Der Zugang zu den geschützten Gebieten ist verboten, aber es gibt einen angelegten Pfad auf dem man langgehen darf und an dem einige Beobachtungstürme liegen. Samstag vormittag und Montag nachmittag verbrachten wir dort ausgerüstet mit Fernglas und Teleobjektiv und beobachteten das Vogelleben. Die Zeit dazwischen waren wir mit dem Kanu unterwegs. Es gab wirklich sehr viel zu sehen, viele Vögel hatte ich noch nie gesehen und auch die Namen waren mir gänzlich unbekannt. Wir hatten zum Glück ein Vogelbuch dabei, was uns bei der Bestimmung hilfreich war. Hier eine Liste mit Vögeln, die wir beobachten konnten. Klickt auf die Namen und ihr erfahrt mehr zu der jeweiligen Art:
Zum einen ganz verschiedene Enten:
Krickente,
Schellente,
Reiherente,
Pfeifente,
Trauerente, und
Samtente. Neben anderen Wasservögeln, wie
Gänsesäger,
Prachttaucher,
Ohrentaucher, sahen wir einen brütenden
Kranich und sowie mehrere andere Kraniche,
Rotschenkel,
Regenbrachvogel, und einen
Kampfläufer. Ein
Goldregenpfeifer hatte direkt neben dem Weg ein Nest gebaut und lieferte jedesmal wenn wir vorbei kamen eine schöne Vorstellung. Ich hoffe mal ich habe alles richtig bestimmt.
Der Ånnsee ist wirklich Wildniss pur. Ich konnte noch einen Biber beobachten und Reh beobachtete uns vom Land aus als ob wir Außerirdische wären. So eine riesige Ente hat es wahrscheinlich noch nie gesehen.

Am Rande des Vogelschutzgebietes gibt es einen mit Brettern ausgebauten Weg. Das ist ganz praktisch, sonst würde man ganz schön im Moor versinken. Teilweise war der Weg auch richtig auf Stelzen gebaut.

Panorama über den Ånnsee von einem der Beobachtungstürme.

Martin beim beobachten. So, und nun ein paar Vogelbilder:

Suchbild: Gleich drei verschiedene Vögel, und zwar ganz vorne links ein
Reiherente-Pärchen, in der Mitte der brütende Kranich, jetzt auf dem Nest sitzend und ganz hinten rechts ein
Regenbrachvogel.

Von unserer ersten Zeltstelle, auf einer kleinen Insel mitten im See, konnten wir noch ein paar
Gänsesäger beobachten. Erst ganz friedlich ein Pärchen ...

... doch plötzlich kam ein anderes Männchen dazu und es gab ordentlich Krach.

Wie gesagt, waren wir von Samstag nachmittag bis Montag mittag mit dem Kanu unterwegs. Hier unsere zurück gelegte Runde. Nicht ganz wie geplant ... da hat uns der Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber war auch schön so.


Am Start.

Samstag und auch Sonntag war es ordentlich heiß. Auf dem Wasser im Kanu war es ok, aber an Land schon fast wieder zu warm. Dies verlockte zum ersten Bad dieses Jahr.

Beide Campingplätze waren idylisch gelegen ... besonders der erste: auf einem erhobenen Vorsprung einer kleinen Insel. Hier gleich zwei Bilder, das obere abends, das folgende am nächsten Morgen.



Am Sonntag machten wir ein gemütliches Mittagspäuschen und zerflossen fast in der Sonne. Als wir uns auf die Nachmittagsetappe begeben wollten, mussten wir allerdings hinter der nächsten Ecke feststellen, dass der Wind ordentlich zugenommen hatte. Wir hatten die ganze Zeit im Windschatten gesessen. Wir paddelten einmal rund um die Insel, aber überall war zu viel Wind und zu starke Wellen ... hm, da saßen wir wohl fest auf der Insel. Irgendwann entschlossen wir uns mit Rückenwind Richtung Festland zu paddeln. So ist man recht schnell und fährt mit den Wellen, das heißt diese können einen nicht umwerfen. Das ging auch gut, nur unsere Pläne waren durcheinander gebracht. Nun mussten wir im Prinzip den halben See umfahren, um wieder zurück zu kommen. Wobei dies auch nicht viel weiter, als die geplante Strecke war.

Abendstimmung am zweiten Campingplatz, diesmal auf dem Festland.

Morgens wurden Waffeln zum Frühstück gebacken.


Auf dem Rückweg mussten wir ordentlich gegen den Wind ankämpfen. Aber wir hatten immer noch genügend Zeit noch einmal Vögel beobachten zu gehen. Was sich auch gelohnt hat ... haben noch ein paar mehr gesehen.
Auf der Heimfahrt ist uns leider noch ein recht großer Stein in die Frontscheibe geflogen. Ein vorbeifahrender LKW hat in verloren. Auch im Auto flogen richtig die Scherben, obwohl die Scheibe nicht ganz durch ist. Der Martin hatte zum Glück eine Sonnenbrille auf und wir sind beide mit einem Schrecken davon gekommen. Aber eine neue Scheibe brauchen wir nun.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen