Sonntag, Mai 20, 2007

4-Tagestour im Skjækerfjella Nationalpark

Das verlängerte Wochenende wollten wir für einen etwas größeren Ausflug nutzen. Für das Auswählen des Zieles haben wir eine ganze Weile benötigt, da die Wettervorhersagen überall nicht sehr berauschend aussahen. Letztendlich haben wir uns für den Skjækerfjella Nationalpark, 3 Autostunden nordöstlich von Trondheim entschieden. Eine gute Enstcheidung! Das Gebiet ist wirklich schön. So ist es eine in jeder Hinsicht sehr abwechslungsreiche Tour geworden. Zum einen landschaftlich sehr abwechslungsreich, zum anderen haben wir sehr viele Tiere gesehen, verschiedenste Sachen unternommen und das Wetter war ebenfalls extrem abwechslungsreich. Das norwegische Wetter hat uns mal wieder so richtig gezeigt, was es so drauf hat und vorallem wie schnell es wechseln kann. Wir hatten wirklich alle Wettervariationen, die man sich nur vorstellen kann: Nieselregen, prasselnder Regen, Regen lang, Regen kurz, Schnee, Hagel, Sturm, auch mal Sonne, und zu guter Letzt noch ein Gewitter ... na gut, Sonne war eigentlich verhältnismäßig oft. Zumindest hat diese uns immer wieder recht schnell getrocknet und wieder mit dem Wetter ausgesöhnt.

Gut, jetzt aber der Reihe nach. Donnerstag früh haben wir uns aufgemacht und auf der Fahrt kurz vor dem Ziel begegnete uns gleich einmal eine Elchkuh mit einem Jungen (Jährling). Die standen 5m neben der Straße und kuckten uns blöd bis neugierig an (wie das Elche halt immer so machen). Als wir dann aber die Kamera zückten, schien das ihnen gar nicht mehr so geheuer und sie machten sich schnurstracks auf und davon. Ein Foto haben wir aber doch noch hinbekommen.

Dann haben wir unsre Rucksäcke geschnürt und los gings. Nach kurzem sight-seeing an einem rauschenden Wasserfall, ...

... dauerte es nicht lange bis Regen einsetzte, der anschließend in Schnee überging. Ein richtig schöner Start für das Wochenende ;-)

Zum Glück hörte das Schneegestöber auch ab und zu mal auf, aber so richtig nach Wetterbesserung sah es nicht aus. Im Gebirge lag außerdem noch recht viel Schnee, das erschwerte die Tour ganz schön.

Nachmittags zog es plötzlich auf und die Sonne kam raus und blieb dies auch bis zum nächsten Tag!

Am Skjækervatnet angekommen, wollten wir uns eigentlich einen Zeltplatz suchen, aber entweder war es zu uneben oder totaler Sumpf. Also beschlossen wir einfach auf dem Dachboden der Skjækerosstua zu schlafen. Diese Hütte kann man sich eigentlich mieten, aber da wir ja eigentlich mit dem Zelt unterwegs waren, haben wir dies nicht gemacht. Der See bot einen herrlichen Anblick. Besonders abends, als das Wasser ruhiger wurde und sich die noch schneebedeckten Berge im Wasser spiegelten.


Die Skjækerosstua bot auch einen guten Windschutz, so dass man abends noch richtig schön in der Sonne draußen sitzen konnte. Trotzdem sind wir totmüde von der anstrengenden Tour schon recht zeitig in unsre Schlafsäcke gekrochen.

Am nächsten morgen ging es ohne großen Rucksack auf Tour. Die Sonne strahlte immer noch!

So sumpfig sieht es hier um diese Jahreszeit leider immer aus. Da behält man keine trockenen Schuhe mehr, es sei denn man ist wie die Norweger mit Gummistiefeln unterwegs. Wir konnten uns aber noch nicht aufraffen, mit Gummistiefeln richtig wandern zu gehen. Auch die Bachüberquerungen waren aufgrund der Schneeschmelze nicht immer ganz einfach. Und auf barfuss durchgehen hatten wir bei der Wassertemperatur auch nicht Lust.




Abends zog es leider wieder zu, starker Wind kam auf und Nieselregen setzte lagsam ein und wurde immer stärker. Den nächsten morgen (Samstag) sah das Wetter noch genauso aus und wir beschlossen daher uns schon diesen Tag zum Auto auf zu machen. Im strömenden Regen ging es erst einmal bis zur Lågvassbua. Völlig durchnässt, stellten wir erfreut fest, dass die Hütte einen offenen Teil hatte! Also nix wie rein, anheizen, Sachen trocknen und was warmes zu Essen machen.

Und nach einer halben Stunde in der Hütte kam auf einmal wie aus dem nix die Sonne und kurze Zeit später war strahlend blauer Himmel! Unglaublich, damit hatten wir wirklich nicht mehr gerechnet. So konnten wir mit ganz neuem Elan wieder starten.


Hier oben ist der Schnee erst gerade weg und es liegt stellenweise ja auch noch recht viel und schon findet man überall Leben. Die Kröten haben sich sogar schon auf den Weg zum laichen gemacht.

Leider waren wir nicht lange unterwegs, als die dunklen Wolken vor uns schon wieder nichts gutes zu verheißen schienen. Und tatsächlich, kurze Zeit später fing es erneut an zu Regnen, der Regen ging diesmal in Hagel über. Die Körner waren mehrere mm groß. Das tat sogar durch die Jacke ganz schön weh und weit und breit war nix zum unterstellen. Der einzigste Trost, man sah das Ende der dunklen Wolke ;-)

Nachdem dies überstanden war wollten wir schön in der Sonne an einem See Rast machen. Haben bisschen was gegessen und Vögel beobachtet, als wir es grollen hörten. Das hatte jetzt noch gefehlt. Da schien ein Gewitter im Anmarsch zu sein. Natürlich dauerte es nicht lange bis es wieder zu regnen anfing. Aber es war nicht mehr weit zum Auto.


Mit dem Auto haben wir einen wunderschönen Zeltplatz am Damtjønna (so heißt der See) gefunden. Dort konnten wir abends sogar noch einmal die Sonne genießen.

An den zahlreichen Seen in diesem Gebiet, gibt es teilweise Boote, die man sich einfach so ausleihen kann. So sind wir erst mit einem Ruderboot über den Damtjønna gefahren und anschließend noch mit einem Kanu auf einem anderen See (Årengtjønna). Unser Anglerglück haben wir mal wieder erfolgslos ausprobiert, aber auch nicht so richtig ausdauernd. Anschließend ging es gut erholt wieder zurück nach Trondheim.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Oh das sind tolle Fotos da bekommt man gleich Lust auf mehr und auch darauf sofort nochmal nach Norwegen zu kommen. Bei den Bildern (speziell mit Kanu) grüßen die Bowron Lakes (British Columbia, Canada).
Ciao Camillo

Martina hat gesagt…

Naja, dieses Jahr noch nicht ... mal sehen wann wir es mal hinbekommen ;-) Es gibt da so viele Sachen, wo wir gerne mal hin wollen!