Samstag, Januar 03, 2009

Sylvestertour 2008/09

Nun schon das dritte Jahr in Folge bekamen wir Sylvester reichlich Besuch. Allerdings war es nun mit 6 Leuten in unserer neuen Wohnung nicht mehr ganz so eng wie die letzten Jahre. Samstag war Anreisetag und am Sonntag ging es bei strahlendem Sonnenschein gleich erst einmal in die Bymarka und auf den Gråkollen zum "einfahren". Nicht jeder ist schließlich so sehr an Ski gewöhnt wie wir ;-)

Montag morgen brachen wir dann zu unserem Hüttenabenteuer auf. Es ging einmal wieder auf die Sonvasskoia:

Sonntag abend zerbrachen wir uns noch die Köpfe, wie wir 6 Leute mit einem Auto auf die Hütte bringen sollten ... was sich dann am Montag als ganz einfach heraus stellte....
... Zweie fuhren mit dem Bus, und statt dass wir sie abholen mussten, wurden sie die letzten 15km in die Berge von zwei netten Norwegern mitgenommen. Und noch netter war, dass diese ein Schneemobil mit hatten und eigentlich nicht wussten, was sie damit transportieren sollten. Für dieses Problem hatten wir ganz schnell eine Lösung, als wir unser Auto auspackten:


Die ganzen Rucksäcke und eine volle Pulka sollten irgendwie auf die Hütte. Und da kam der leere Anhänger vom Schneemobil doch sehr gelegen. Floh durfte auch noch mit fahren und die restlichen begaben sich auf eine gemütliche Skitour ohne viel Gepäck zur Hütte.



Als wir eine Stunde später an der Hütte ankamen, fanden wir diese schon geheizt und eingeräumt vor. Was für ein Luxus! Den Nachmittag verbrachten wir damit, uns für die nächsten Tage häuslich einzurichten, sämtliche Mäusespuren vom Geschirr zu beseitigen und einer kleinen Skitour über den See. Die Schneebedingungen waren nicht so schön, alles sehr eisig und hart, so dass wir uns Neuschnee wünschten.

Am nächsten Morgen sah das Wetter ganz gut aus und Egbert, Floh, Martin und Martina brachen zu einer etwas größeren Skitour auf. Es ging erst ganz gerade über beide Seen und dann auf den rechten Berg im nächsten Bild, das Storfjell:





Oben angekommen, erhaschten wir gerade noch so die letzten Sonnenstrahlen am Horizont. Ansonsten war es wie immer extrem stürmisch da oben und wir sahen zu dass wir wieder runter kamen.



Das Schild auf dem Gipfel hatte eine richtig lange Fahne aus Eis/Schnee. Und der Briefkasten mit dem Gipfelbuch musste auch irgendwo unter der Kruste stecken, wollten das Kunstwerk aber nicht zerstören. Im Hintergrund sieht man den Sonvatnet (See) an dem die Hütte liegt.
Die Abfahrt war herrlich. Perfekte Bedingungen für unsere Ski, hier oben war der Schnee auch nicht mehr so eisig wie an der Hütte.


Auf dem Rückweg machten wir noch ein kleines Päuschen am Feuer bevor es zurück zur Hütte ging.
Hier nun ein paar Eindrücke vom Hüttenleben der 5 Tage auf der Sonvasskoia:

Zu tun findet man immer was. Und die Abendessen sind mindestens mit 2 Gängen bestückt gewesen, zweimal gab es sogar 3-Gänge Menus. Am zweiten Tag kamen dann noch zwei Französinnen auf die Hütte, so das wir uns in Punkto Essen wirklich nicht beschweren konnten ;-)



Scheinbar hat es geschmeckt ... und der Abwasch war so auch leichter.

Die lange dunkle Zeit wurde mit zahlreichen Spielen vertrieben.
Am 31. wollten wir keine große Tour machen, um es abends etwas einfacher mit dem Durchhalten bis Mitternacht zu haben. Außerdem war das Wetter auch nicht sehr verlockend, immer wieder schneite es. Also verbrachten wir den Tag rings um die Hütte mit Rodeln, Schneemann und Igloo bauen, und Ski springen. Am Nachmittag begaben wir uns dann allerdings doch noch auf eine kurze Tour einmal quer über den See und ein Stück auf der anderen Seite hoch.




Die Zeit bis 12 Uhr war dann doch wieder viel zu lange und nicht alle waren noch wach. Schuld daran war der Glühwein ...

Den nächsten Morgen sollte es noch einmal gemeinsam auf Tour gehen. Um es den Anfängern einfach zu machen, wählten wir eine ganz horizontale Strecke ohne Berge immer auf dem See entlang hinüber zu dem zweiten und in einem großem Bogen zurück. War dann ein gutes Stück geworden und auch mir taten am Ende die Beine weh. Der Schnee war mittlerweile auch recht tief und so war das Spuren schon anstrengender.





Zurück ging es ganz ordentlich in Zweierreihe.



Seit der Nacht vom 30. zum 31.12. schneite es immer wieder. Mittlerweile lag sicher ein halber Meter Neuschnee. Das Zelt vor der Hütte hatte sich so fast in ein Igloo umgewandelt. Und der Rückweg wurde nocheinmal zum eigenen Abenteuer. Diesmal gab es keinen Scooter und wir mussten alles selber tragen :-( Nagut, das Essen war zum größten Teil verbraucht. Aber die Pulka durch den tiefen Schnee zu ziehen, war anstrengender als wir dachten und jede winzige Steigung wurde zur Herausforderung. Gleiches galt für die Straße runter zur Hauptstraße, diese war nämlich nicht geräumt ... da waren wir wieder einmal sehr froh über unser höheres Allrad-Auto.

Auch in Trondheim hatte es sehr viel geschneit. Hier zwei Fotos von Floh, das erste von Bakklandet (Trondheimer Altstadt):

Und eine Bushaltestelle. Ob der Bus wohl halten wird?

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