Dies war ein sehr erlebnisreiches Wochenende! Wir waren auf eine Hochzeit in Røros eingeladen. Røros ist eine alte Bergbaustadt und Unesco Weltkulturerbe. Vorallem im Winter hat die Stadt einen besonderen Reiz. Es kann extrem kalt werden (-30°C sind normal) und es liegt natürlich viel Schnee. Mit den Temperaturen hatten wir Glück, es waren nur knapp unter 0°C, aber Schnee war trotzdem reichlich vorhanden.
Freitag abend sind wir gleich nach Arbeit losgefahren. Am Abend gab es schon etwas Essen, doch das beste war die "Kanefart" im Anschluss daran. Mit 14 Pferdeschlitten ging es eine knappe Stunde durch Røros begleitet von dem Geklingel der Pferdeglocken. Die Schlitten wurden ursprünglich für Lasten verwendet, waren nun aber mit schön wärmenden Fellen ausgestattet. Leider hatte ich meine Kamera nicht mit und wir haben nur ein paar Fotos von Martins Digitalkamera, wo der Blitz nicht ausreichend war. Es war extrem gemütlich, wie man vielleicht trotzdem auf den Fotos erkennen kann. Jeweils vier Leute auf einem Schlitten und an allen Schlitten waren Fackeln.
Freitag abend sind wir gleich nach Arbeit losgefahren. Am Abend gab es schon etwas Essen, doch das beste war die "Kanefart" im Anschluss daran. Mit 14 Pferdeschlitten ging es eine knappe Stunde durch Røros begleitet von dem Geklingel der Pferdeglocken. Die Schlitten wurden ursprünglich für Lasten verwendet, waren nun aber mit schön wärmenden Fellen ausgestattet. Leider hatte ich meine Kamera nicht mit und wir haben nur ein paar Fotos von Martins Digitalkamera, wo der Blitz nicht ausreichend war. Es war extrem gemütlich, wie man vielleicht trotzdem auf den Fotos erkennen kann. Jeweils vier Leute auf einem Schlitten und an allen Schlitten waren Fackeln.



Samstag Vormittag begaben wir uns auf einen kleinen Stadtbummel. Røros ist immer wieder ein reizendes Städtchen, wo man sich an den alten bunten Holzhäusern nicht satt sehen kann. Hier auch einmal ein paar Bilder von den typischen Schlitten. Man stellt sich hinten auf die Kufen und schiebt sich mit einem Fuss ab. Diese Fortbewegungsmethode ist hier im Winter recht weit verbreitet, vor allem unter älteren Menschen, die so wesentlich einfacher mit den glatten Straßenverhälnissen klar kommen und natürlich auch unter Kindern, die es aber mehr als Spaß verwenden.



Diesmal sind wir einmal ins "Schmelzhütten-Museum" gegangen. Dieses war ziemlich interessant. Es gab zahlreiche Modelle von verschiedenen Gebäuden des Bergwerkbetriebes. Darunter waren auch viele Modelle, die die damalige Technik mit Wasserrädern zeigten und wie damit verschiedenste Sachen angetrieben wurden. Natürlich haben sich diese auch bewegt.



Nachmittags ging es dann zur Trauung in die Kirche. Mindestens 50% der Frauen hatten die traditionelle norwegische Tracht ("Bunad") an, bei den Männern waren es etwas weniger. In dieser Hinsicht haben die Norweger einen recht starken Nationalstolz. Auch das Hochzeitsauto war mit einer Schleife in Norwegenfarben geschmückt. Das Hochzeitspaar, Ingjerd und Halvor, hat allerdings nicht in Tracht geheiratet.


Die Schuhe, die zur Bunad dazu gehören, schienen allerdings nicht so richtig den norwegischen Wintern angepasst zu sein ... auf Schnee gab es nur unkontrolliertes rutschen. Da musste Martin ein bisschen als Bremse nachhelfen.

Anschließend an die Trauung in der Kirche, wurde natürlich gefeiert. Mit einem zünftigem norwegischen Essen ... vom Bräutigam selbstgejagter Elch und von der Braut selber gesammelte Preiselbeeren und natürlich reichlich Alkohol. Und was bei norwegischen Feiern ja nie fehlen darf: stundenlange Ansprachen und Reden und dies in allen möglichen Dialekten, die wir natürlich nicht alle komplett verstanden.
Der Abend wurde ziemlich lang und dementsprechend spät wurde es am nächsten Morgen. Es hat aber trotzdem noch für eine kleine Skitour auf dem Rückweg von Røros gereicht. Wir haben uns mal wieder an einem Feuerchen versucht, was aber nicht so ganz geklappt hat. Erstens war der Schnee so tief, dass wir erst einmal ein ganz schön tiefes Loch buddeln mussten und zweitens war kein trockenes Holz zu finden. Also das Feuer hat eigentlich mehr gequalmt als gebrannt. Aber unsere Thermoskanne haben wir trotzdem mit heißem Wasser voll bekommen und für eine Tütensuppe hat es auch noch gereicht.

Einen kleinen Gipfel gab es auch noch. Besonders die Abfahrt hat Spaß gemacht, schöner Schnee und nicht zu steil ;-)


1 Kommentar:
Na nur gut, dass es diese Seite gibt. Sonst würde ich ja nix von euch hören. Wenn ich heirate möchte ich das bitte auch, so ein Schlitten. Oder eine Kutsche eben, natürlich mit der Edda. Fahr heute abend oder morgen früh nach Lugo zurück und bin dann auch mal wieder erreichbar.
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