Der Wetterbericht für dieses Wochenende klang so gut wie lange nicht ... Sonne und etwas wärmer, nachdem wir die letzte Woche konstant ca. -15°C vom Thermometer abgelesen hatten. Unsere Fenster hatten schon eine Eisschicht von innen und die Heizung war fast an der Grenze. Also stand für uns fest, das müssen wir ausnutzen und auf einer Hüttentour die Sonne geniesen. Nachdem Martina am Freitag eine erste Version ihrer Diplomarbeit nach Freiberg geschickt hatte, ging es noch am Abend los, um das Wochenende voll ausnutzen zu können. Wieder einmal auf die Sonvass-Koia, da wir die nun mittlerweile auch schon im Dunkeln finden. Immer noch bei extremen Minusgraden war der Anmarsch zu Hütte trotzdem sehr hart. Zum Glück war die Hütte noch leicht von unserem Vorgänger angewärmt, der die letzte Nacht hier verbracht hatte. Sonst hätte es nach der kalten Woche wahrscheinlich ewig gedauert sie auch nur etwas behaglich warm zu bekommen. Samstag früh stellte sich wiedereinmal heraus, wie verlässlich hier in Norwegen der Wetterbericht ist, das einzigste was ungefähr stimmte, war die Temperatur. -3°C fühlten sich nach dieser Woche wirklich angenehm warm an, man konnte auch mal einen Moment stehen bleiben oder Schnürsenkel zu machen, ohne dass einem fast alles abfriert. Dennoch brachen wir zu einer Tour auf und wollten endlich einmal auf einen der vielen schönen Berge ringsum die Sonvass-Koia.
Die Sicht wurde leider immer schlechter je höher wir kamen und immer wieder schneite es. Irgendwann gaben wir dann die Hoffnung auf Wetterbesserung auf und kehrten zurück. Die Abfahrt, auf die wir uns eigentlich gefreut hatten, wurde ganz schön beschwerlich, weil man keinerlei Unebenheiten, Steigungen usw. sah. Es war einfach alles weiß und ob es hoch oder runter ging, stellte man meist nur an der Geschwindigkeit fest. Und auch die merkte man meist erst zu spät ... Den Nachmittag verbrachten wir wie so oft mit rumgammeln auf der Hütte und lauter kleinen Sachen, wie Holz hacken, Schnee schaufeln, rodeln, spielen, essen und schließlich haben wir noch mit dem Eisbohrer, den es in der Hütte gibt, die Eisdicke des Sees getestet ... und das war tatsächlich schon ein halber Meter! Wen wunderts bei den Temperaturen der vergangenen Woche.
Den nächsten Morgen lachte uns tatsächlich die Sonne schon im Schlafsack an! Wir packten unsere Rucksäcke und nahmen einen großen Umweg zum Auto, um so viel Sonne wie möglich zu tanken.
Nachdem wir die Eisdicke gestern getestet hatten, konnten wir uns ohne Angst über den See wagen, um auf der anderen Seite wieder gen Sonne die Berge zu erklimmen.





Nach einem ausgiebigem Picknick mit wärmendem Feuerchen (soviel Kraft hat die Sonne selber noch nicht, damit man gemütlich da sitzen kann), ging es wieder zurück nach Trondheim.


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