Montag, September 24, 2012

Guttetur ins Hellagsfjell

Mit meinem guten Freund Maik bin ich (Martin) über ein verlängertes Wochenende in das Helagsfjell aufgebrochen. Ich hatte mir Freitag und Montag frei genommen, somit hatten wir 4 Tage für unsere kleine Expedition abseits der Zivilisation.


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Tag 1 (21.9.)


Wir sind bis an das nordöstliche Ende des Sylsjøens, ein ca 13km langer Stausee in Schweden gefahren. Schon hier gab es keinen Handyempfang mehr, das sollte sich für die nächsten vier Tage nicht ändern. Wir haben dann bei leichtem Schneefall das Kanu aufgebaut und sind in See gestochen und los gepaddelt. Die Berge um uns herum waren schon recht stark verschneit - Und das Mitte September!



Bei recht kräftigem (Rücken-) Wind ging es gut voran so dass wir nach ca. 4 Stunden paddeln das südliche Ende des Sees erreichten. Nach etwas Suchen hatten wir einen wunderschönen Sandstrand ausgemacht an dem wir unser Lager aufschlugen.


Das Wetter war immer noch recht bescheiden so das wir recht bald in unsere warmen Schlafsäcke krochen

Tag 2 (22.9.)


Die Nacht war bitter kalt und der Boden war gefroren. Aber das Wetter hatte sich gebessert, nur die Gipfel waren noch wolkenverhangen. Trotzdem machten wir uns auf das Helagsfjell (1796m) zu besteigen. Anfänglich kamen wir gut vorann und die Sonne lachte.



Nach einer kleinen Pause stiegen wir in den Gipfelhang ein, leider war dieser noch immer wolkenverhangen und der Schnee wurde immer tiefer....

 
Nach einiger Quälerei haben wir es dann doch noch auf den Gipfel geschafft - wenn auch ohne Aussicht.
 

Nach einer kurzen Pause ging es wieder hinab zu unserem Base Camp. Nach über 900 Höhenmetern und 16km waren wir ordentlich ausgebrannt und haben den Tag gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen.


Tag 3 (23.9)

Das Wetter wurde immer besser so das wir uns gleich noch einen Berg vornahmen (Maajåelkie 1704m). Bei schönsten Bedingungen und klarer Weitsicht war der Aufstieg ein Kinderspiel.



Nach eine kleinen Pause mit Aussicht über den Sylsjøen erreichten wir den Gipfel und genossen die wunderbare Aussicht.



 
In wärmender Nachmittagssonne stiegen wir hinab zum Zelt. Auch diesen Tag ließen wir gemütlich am Lagerfeuer ausklingen.

Tag 4 (24.9.)


Wir hatten uns den Wecker gestellt um zeitig aufzustehen. Der Rückweg in die Zivilisation war sehr lang und wir wollten am Nachmittag wieder in Trondheim sein. Die Nacht war wieder bitter kalt, ein Blick aus dem Zelt macht dies deutlich.

Nach einem gemütlichen Frühstück im Zelt bei laufendem Kocher (+20° über Außentemperatur sind locker möglich) packten wir unsere Sachen zusammen und stachen wieder in See. Die Luft war klar, die Sicht nahezu unbegrenzt.







Alles in allem war dies wieder eine wundervolle gelungene Tour, wahrscheinlich eine der besten überhaupt!

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