Sonntag, Mai 17, 2009

Kanutour auf dem Øyavatnet

Schon seit Montag sah der Wetterbericht für das 17. Mai Wochenende super aus. So wie es sich zum 17. Mai, dem Nationalfeiertag in Norwegen halt gehört. Bei solchem Wetter konnten wir natürlich nicht in der Stadt bleiben. Und außerdem hatten wir uns ja letztes Jahr erst das Spektakel angeschaut. Also ging es mal wieder auf Kanutour, für Martina die erste dieses Jahr.

Wir fuhren nach Westen auf die Agdenes-Halbinsel und ließen das Kanu auf dem Øyangsvatnet zu Wasser.

Wir paddelten gemütlich mit vielen Päuschen in der Sonne.

Martin angelte fleißig, aber zum Abendbrot gab es leider keinen Fisch. Wir hatten zwar zweimal eine Forelle am Haken, jedoch ist die erste beim Versuch sie ins Kanu zu bekommen entflohen und die zweite konnte sich auch gerade so dem Landgang entziehen.



Abends schlugen wir unseren Lagerplatz am Wasser auf. Zum Glück gibt es jetzt noch keinerlei Mücken, so konnten wir ganz gemütlich den Abend genießen und sogar ohne Zelt einfach im Freien Übernachten.

Das war glaube das erste mal, dass wir einfach im freien übernachtet haben. Da es jetzt auch nicht mehr richtig dunkel wird, war es ganz schön schwierig einzuschlafen. Es ist einfach zu komisch schlafen zu wollen, wenn über einem herrlicher blauer Himmel ist. Außerdem hielt mich eine laut pfeifende Wasseramsel, direkt neben uns, wach.

Sonntag morgen war ganz schön starker Wind. Das heißt, eigentlich war der Wind auch am Samstag schon genauso stark, nur dass er da von hinten kam ... aber da wir ja nun zurück mussten, hieß es kämpfen. Um zwischendurch etwas Abwechslung zu bekommen, bestiegen wir noch einen kleinen Berg und konnten so, den See von oben bewundern. Außerdem trafen wir tatsächlich noch zwei Norweger ... die natürlich anlässlich des Feiertages Norwegenfahnen an der Mütze hatten. Wir hatten den Feiertag schon fast vergessen ...


Ein Panorama des Øyangsvatnet. Ganz links hinten sind wir gestartet und unser Lager hatten wir ganz rechts am Ende des schmalsten Kanals aufgebaut.

Als wir abends in unsere Wohnsiedlung fuhren standen am Straßenrand überall Leute in Anzug und Bunad rum und wir wunderten uns, was die denn alle machten. 5 Minuten später sahen wir was los war ... hier in Lade gab es doch tatsächlich noch einen eigenen Umzug am Abend. Nene, die Norweger, ich will nicht wissen, wie viele Umzüge es an dem Tag in Trondheim insgesamt gab. Aber war auch ganz nett, so haben wir doch noch etwas vom 17. Mai mitbekommen. Wir haben uns in unseren dreckigen Sachen aber nicht auf die Straße getraut und nur Paparazzi aus dem Fenster gespielt.


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